„Streikwoche“
Verdi legt Straßen lahm – was Autofahrer jetzt wissen müssen
Aktualisiert am 17.02.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 3 Min.
Verdi hat bundesweit zu einer „Streikwoche“ bei der Autobahn GmbH aufgerufen. Die Folgen dürften viele Fahrer beeinträchtigen. Ein Überblick.
Verdi hat bundesweit zu einer „Streikwoche“ bei der Autobahn GmbH aufgerufen. Autofahrer müssen daher in dieser Woche in einigen Regionen Deutschlands mit zahlreichen Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.
Wie die Gewerkschaft am Montagabend mitteilte, sind ab Dienstag 14.000 Beschäftigte der bundeseigenen Autobahn GmbH zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind demnach Autobahnmeistereien sowie Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, darunter etwa der Hamburger Elbtunnel. Hintergrund sind bislang ergebnislose Tarifverhandlungen.
Nach zwei Tarifrunden biete der Arbeitgeber mit 29 Monaten „eine viel zu lange Laufzeit“ des Tarifvertrags an, erklärte Verdi. Zudem werde ein Mindestbetrag abgelehnt, „der die unteren Lohngruppen stärken würde“. Verdi fordert in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Gehalt für die 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft argumentiert unter anderem mit den „riesigen Herausforderungen in den kommenden Jahren durch die Investitionsoffensive des Bundes und den gewaltigen Sanierungsbedarf“. Dies sei „nur mit motivierten und qualifizierten Fachkräften zu meistern, die faire Gehälter und gute Arbeitsbedingungen brauchen“.
„Wenn die Autobahn GmbH ein Signal braucht, damit sich die Verhandlungen konstruktiv entwickeln können, dann soll sie es bekommen“, erklärte Verhandlungsführer Oliver Bandosz am Montag. Unvermeidliche Einschränkungen auf Straßen und Autobahnen lägen damit klar in der Verantwortung der Arbeitgeberseite.
Die Autobahn GmbH des Bundes betonte in einer Mitteilung: „Der Betrieb der Infrastruktur sowie die Mobilität auf Deutschlands Autobahnen werden sichergestellt.“ Das Unternehmen habe bereits vor der Tarifauseinandersetzung Notdienstvereinbarungen geschlossen. Diese stellten sicher, „dass die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt und zum Beispiel vollständige Tunnelsperrungen vermieden werden“. Besonders sensible Bereiche der kritischen Infrastruktur, darunter Tunnelanlagen und Verkehrsleitzentralen, blieben „in jedem Fall einsatzbereit“.
