Prozess um getöteten Achtjährigen
Fabians Vater enthüllt Detail – Gina H. in Tränen
Aktualisiert am 05.05.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 7 Min.

Im Prozess um den Mordfall Fabian löste der Vater des Jungen mit seinen Aussagen um die Angeklagte Gina H. Wirbel aus. Jetzt wird er weiter befragt. Der dritte Prozesstag im Liveblog.
Im Fall Fabian aus Güstrow steht am Dienstag der dritte Prozesstag vor dem Rostocker Landgericht an. Befragt werden soll – wie schon am vergangenen Donnerstag – der Vater des getöteten Achtjährigen, Matthias R. Er war vier Jahre lang mit der Angeklagten Gina H. liiert, bevor sich die beiden trennten. R. gilt daher als zentraler Zeuge im Prozess.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll Gina H. den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 mit sechs Messerstichen getötet haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass Gina H. mit der Tat ihre Beziehung zu Matthias R. retten wollte. Dieser habe die Beziehung nicht fortführen wollen, weil er den Kontakt zu seinem Sohn nicht gefährden wollte.
11 Uhr: Die Sitzung ist für eine Viertelstunde unterbrochen. Um 11.15 Uhr soll es weitergehen.
10.54 Uhr: Der Richter bohrt weiter in der finanziellen Situation, konfrontiert den Zeugen mit einer Aussage, die er am 12. November bei der Polizei getätigt hat. „Sie hat die Miete bezahlt, ich den Rest“, sagte R. laut Protokoll. Am 5. Oktober schickte R. Gina H. eine weitere Sprachnachricht: „Ich konnte dir nicht das bieten, was du wolltest.“ R. jetzt im Gericht: „Ich meinte das aber anders.“ Allerdings räumt er ein, H. insbesondere in den Monaten vor der Trennung „jeden Monat“ finanziell unterstützt zu haben.
10.47 Uhr: Noch eine emotionale Sprachnachricht von R. an Gina H. wird abgespielt: Gina H. habe „immer mehr“ gewollt, neue Pferde etwa. „Wie? Wenn kein Geld dafür da ist?“ Immer wieder habe Gina H. „ich, ich, ich“ gesagt. Matthias R. berichtet auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters, in dieser Zeit seien viele Rechnungen gekommen. „Das ist mir alles über den Kopf gewachsen.“ Er habe aber auch Sachen gesagt, die er so nicht gemeint habe.