Politik-Magazin
WDR holt Ukraine-Korrespondent als neuen Monitor-Leiter
25.06.2026 – 05:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Jahre Krieg, zwei Mal „Journalist des Jahres“ – und jetzt Köln: Vassili Golod übernimmt Monitor. Was den neuen Chef von seinem Vorgänger unterscheidet.
Drei Jahre lang hat er aus einem Land berichtet, das um sein Überleben kämpft. Nun wechselt der ARD-Ukraine-Korrespondent Vassili Golod nach Köln – als neuer Leiter und Moderator von Monitor, dem Politikmagazin des WDR.
Der Sender schickt damit einen 33-Jährigen ins Rennen, der bislang vor allem als Gesicht der Ukraine-Berichterstattung bekannt ist. Golod übernimmt die Nachfolge von Georg Restle, der Monitor seit 2012 geprägt hat und zum Juni 2026 als Leiter ins ARD-Studio Nairobi gewechselt ist. Den Chefsessel in Köln soll Golod im Frühjahr 2027 übernehmen – bis dahin leitet Achim Pollmeier, langjähriger stellvertretender Redaktionsleiter, das Magazin kommissarisch.
„Verteidigung der Demokratie“
Golod wurde 1993 im ukrainischen Charkiw geboren, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Göttingen und im walisischen Aberystwyth. Beim WDR machte er sein Volontariat, arbeitete anschließend als ARD-Korrespondent in London und danach als Reporter, Redakteur und Chef vom Dienst im WDR-Newsroom. Daneben gründete er den Podcast „Machiavelli – Rap und Politik“ mit. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 berichtet er aus der Ukraine, seit 2023 leitet er das ARD-Studio in Kyjiw. Das Medium Magazin kürte ihn 2023 und 2025 zum „Journalisten des Jahres“, im Team erhielt er den Deutschen Fernsehpreis 2023.
„Nach intensiven Jahren der Kriegsberichterstattung freue ich mich auf die neue Herausforderung im investigativen Journalismus (…), der für die Verteidigung der Demokratie von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Golod.
Monitor wird seit Jahren in Köln produziert und feierte 2025 seinen 60. Geburtstag. Mit durchschnittlich 2,45 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 11,8 Prozent war es im vergangenen Jahr das meistgesehene Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Wer künftig das ARD-Studio in Kyjiw leitet, will der WDR zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.










