Dem ehemaligen Pfarrer Gauck missfiel das grundlegend. Es leuchte nicht ein, dass Rubio belehren wolle, dass „die Aktivitäten seines Herren“ vom Christentum geleitet seien, erklärte der Bundespräsident a. D. Das Christentum stehe für Nächstenliebe, was Solidarität mit sich bringe und die Anerkennung der Tatsache, dass jeder Mensch Rechte habe, stellte er klar. Rubio sei weit weg von jedem christlichem Verständnis, so Gauck und fügte mit Blick auf dessen Bezugnahme auf den christlichen Glauben hinzu: „Das kann er sich mal wirklich sonst wohin stecken.“
Ihr Gespräch mit der ehemaligen US-Außenministerin Clinton, welches vorab aufgezeichnet worden war, nutzte Maischberger auch für eine „persönliche Frage“ zum Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Sie habe gelesen, dass Hillary Clinton Epstein nie persönlich getroffen habe, so die Moderatorin. Ob es sich dabei um eine bewusste Entscheidung gehandelt habe?
„Jemand sagte, ich hätte ihm einmal bei einem Empfang die Hand geschüttelt, woran ich mich nicht erinnern kann“, antwortete Clinton. Ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, habe Epstein nur getroffen, weil der ihm ein Flugzeug für Wohltätigkeitsprojekte zur Verfügung gestellt habe. Das sei jedoch vor Epsteins Verurteilung gewesen, betonte Clinton. Trumps Team versuche im Epstein-Skandal derzeit bewusst, die Aufmerksamkeit auf sie und ihren Mann zu lenken, so Clintons Vermutung. Ihre Erklärung: „Sie haben etwas zu verbergen: Ich weiß nicht, was es ist.“
Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchen mehrfach in Akten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Eine Nennung per se bedeutet jedoch nichts, und der frühere Präsident hatte ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft mit Epstein wiederholt bestritten. Beide Clintons erklärten sich nach ersten Absagen bereit, im Zuge der Aufarbeitung vor dem US-Kongress auszusagen.
