Dreistellige Millionensumme?
US-Investor will offenbar Hertha BSC übernehmen
17.06.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein US-Investor mit enger Verbindung zu Hertha BSC soll den Kauf der Mehrheit am Berliner Zweitligisten prüfen. Er verfolgt dabei ein ambitioniertes Ziel.
Phil Murphy verfolgt offenbar große Pläne mit Hertha BSC. Der US-Investor soll einen Einstieg beim Berliner Zweitligisten prüfen und könnte die Mehrheit der Klub-Anteile übernehmen. Der 68-Jährige kennt Hertha und Berlin seit vielen Jahren. Von 2009 bis 2013 war Murphy US-Botschafter in der deutschen Hauptstadt. Er wurde damals von Präsident Barack Obama ernannt.
Auch im Fußball ist Murphy kein Unbekannter. In den USA ist er Hauptbesitzer des Frauenteams New York/New Jersey Gotham FC, das er mitgründete. Dort spielt unter anderem die deutsche Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger.
Nun beschäftigt sich Murphy mit einer möglichen Übernahme von Hertha. Nach Informationen der „Bild“ nahm er vor einiger Zeit Kontakt zu Hertha-Präsidiumsmitglied Ralf Thaeter auf. Der frühere Anwalt gilt als international gut vernetzt und beschäftigt sich unter anderem mit Firmenübernahmen.
Aktuell hält das US-Versicherungsunternehmen A-Cap 78,8 Prozent der Anteile an der Hertha-KGaA. A-Cap hatte die Beteiligung vom früheren Investor 777 übernommen, nachdem dieser in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 777 wiederum hatte 2023 zunächst 64,7 Prozent der Anteile von Lars Windhorst erworben. Windhorst hatte ab 2019 insgesamt 374 Millionen Euro in seine Beteiligung investiert.
Fest steht, dass A-Cap die Anteile verkaufen möchte. Gespräche mit Vertretern aus Murphys Umfeld hat es dem Bericht zufolge bereits gegeben. Die relevanten Unterlagen können in einem sogenannten Datenraum eingesehen werden.
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