US-Seeblockade gegen Iran
Ölpreis springt über 100 Dollar
Aktualisiert am 13.04.2026 – 07:33 UhrLesedauer: 2 Min.
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Die USA wollen die Straße von Hormus für den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren. Der Ölmarkt reagiert am Montagmorgen direkt.
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran droht am Montag eine neue militärische Eskalation. Das schlägt sich auch in den Ölpreisen nieder. Die Sorge vor einer direkten Konfrontation trieb die Ölpreise am Montag über die Marke von 100 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um rund acht Prozent auf 102,80 Dollar je Barrel (159 Liter).
Schifffahrtsdaten von LSEG und Kpler zufolge meiden Öltanker bereits zunehmend die Region. Ein unter maltesischer Flagge fahrender Supertanker kehrte vor der Durchfahrt um. Trump räumte ein, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den US-Kongresswahlen im November hoch bleiben könnten. Dies gilt als seltenes Eingeständnis der möglichen politischen Folgen des seit sechs Wochen andauernden Krieges.
Nach dem Scheitern der Friedensgespräche am Wochenende beginnt das US-Zentralkommando nach eigenen Angaben am Montag um 16 Uhr (MESZ) mit einer Seeblockade des gesamten Schiffsverkehrs zu und von iranischen Häfen. Die US-Marine wird zudem damit beginnen, vom Iran abgeworfene Minen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu zerstören. Dabei würden die USA von der Nato und zahlreichen anderen Ländern unterstützt, sagte US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News.
Unter anderem Großbritannien entsende Minensuchboote, und auch die USA selbst würden weitere dieser Schiffe dorthin verlegen, so Trump. Die iranischen Revolutionsgarden warnten daraufhin, jedes militärische Schiff, das sich der Meerenge nähere, werde als Verletzung der für zwei Wochen vereinbarten Waffenruhe betrachtet und hart und entschlossen bekämpft.
Trump hatte am Sonntag zunächst eine sofortige Blockade der gesamten Meerenge angekündigt und gedroht, jeder Iraner, der auf US-Kräfte schieße, werde „zur Hölle gejagt“. Das US-Zentralkommando stellte später jedoch klar, dass Schiffe, die die Straße von Hormus zu nicht iranischen Häfen durchqueren, nicht behindert würden. Trump kündigte zudem an, amerikanische Streitkräfte würden jedes Schiff in internationalen Gewässern abfangen, das eine Maut an den Iran gezahlt habe. Zuletzt hätten zwei US-Schiffe die Durchfahrt unbehelligt passiert, sagte er. Die Räumung der Minen werde nicht lange dauern.
