Gefährliche Straßendroge
„Tödlich“: US-Behörde mit Warnung an WM-Fans
09.05.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Die US-Drogenbekämpfungsbehörde schlägt vor der Fußball-WM Alarm: Fast alle beschlagnahmten Drogen enthalten Fentanyl – viele davon eine tödliche Dosis. Empfohlen wird ein konkretes Gegenmittel.
Vor der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA Fans eindringlich vor dem Konsum von Freizeitdrogen gewarnt. Der Grund: Fentanyl. Wer in den Vereinigten Staaten Drogen kaufe oder einnehme, setze sich einem erheblichen Risiko tödlicher Dosen des synthetischen Opioids aus. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Dealer gezielt WM-Fans ins Visier nehmen.
DEA-Vertreter Frank Tarentino sagte der Nachrichtenagentur AFP bei einem Besuch eines DEA-Labors in New York: „Wir wollen sicherstellen, dass sie (die Fans, Anm. d. Red.) sich darüber im Klaren sind, dass die Drogen, die auf der Straße und online verkauft werden, tödlich sind.“ Tarentino betonte zudem: „Fast alle Drogen, die wir heute beschlagnahmen, enthalten Fentanyl.“
Hintergrund ist die weiterhin hohe Zahl an Überdosierungen. Den Behörden zufolge enthalten 29 Prozent der landesweit untersuchten Tabletten eine tödliche Dosis von rund zwei Milligramm.
Die Dimension des Problems zeigen in erster Linie die Todeszahlen: 2022 starben in den USA 108.000 Menschen an Drogen – ein Höchststand. 73.000 Todesfälle gingen auf synthetische Opioide zurück. 2024 sank die Gesamtzahl den US-Gesundheitsbehörden zufolge auf 80.000, davon 48.000 durch synthetische Opioide – weiterhin die häufigste Ursache für Überdosierungen.
Als Gegenmittel empfahl Tarentino das Nasenspray Naloxon (Narcan). Es ist in Apotheken erhältlich und könne laut des DEA-Vertreters die Wirkung einer Opioid-Überdosis rasch aufheben. „Denn wenn jemand auf der Straße in einem Überdosiszustand ist, kann jeder Vorbeigehende mit Naloxon dieser überdosierten Person helfen“, so Tarentino. Fentanyl-Teststreifen wies er wiederum als unzuverlässig zurück – sie könnten ein „falsches Sicherheitsgefühl“ vermitteln.
Die WM beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli.
