Ursachen erkennen
Was hinter tränenden Augen stecken kann
Aktualisiert am 20.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 4 Min.
Es gibt viele Gründe für tränende Augen: langes Arbeiten am Bildschirm, blendende Sonne oder Traurigkeit. Doch auch Erkrankungen können ein Auslöser sein.
Wenn die Augen immer wieder tränen, kann das diverse Ursachen haben. Oft sind sie harmlos. Halten die Beschwerden länger an, ist jedoch ein Arztbesuch empfehlenswert.
Fangen die Augen an zu tränen, sind sie meist überreizt. Auslöser können Staub, Sonnenlicht, Kälte, aber auch trockene Heizungsluft sein. In manchen Fällen ist auch eine Entzündung der Bindehaut schuld an den Tränen. Dann ist das Auge stark gerötet, juckt und schmerzt.
Viele Betroffene berichten von einem Fremdkörpergefühl. Besonders morgens nach dem Aufstehen ist das entzündete Auge oft verklebt. Allergien, Viren und Bakterien sind häufig der Grund für die Entzündung. Da sich diese schnell verschlimmern kann und zudem ansteckend ist, sollten Betroffene möglichst schnell einen Augenarzt aufsuchen.
Viele Allergiker klagen über juckende, tränende Augen. Besonders schlimm sind die Symptome im Frühling oder Sommer, wenn Pollen verstärkt durch die Gegend fliegen. Doch auch andere Allergene wie Tierhaare, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben können allergische Reaktionen im Auge auslösen. Zusätzlich stehen einige Umweltstoffe im Verdacht, allergische Reaktionen im Auge zu verursachen.
Wenn die Augen infolge einer Allergie tränen, sprechen Mediziner von einer allergischen Konjunktivitis (Bindehautentzündung). Im Gegensatz zu einer infektiösen Entzündung tritt die allergische Variante meist an beiden Augen auf und wird von einem allergischen Schnupfen begleitet.
Auch wenn es zunächst paradox klingt: Trockene Augen können die Ursache dafür sein, dass die Augen verstärkt tränen. Folgender Mechanismus steckt dahinter: Ist die Feuchtigkeit im Auge zu gering, versucht das Auge, dieses Manko auszugleichen und produziert verstärkt Tränenflüssigkeit. Die Folge sind „überlaufende“ Augen. Mediziner sprechen bei trockenen, tränenden Augen auch vom Sicca-Syndrom. Es sollte ärztlich behandelt werden und lässt sich mithilfe von Tränenersatzmitteln in Form von Tropfen oder Salben meist gut behandeln. So bleibt das Auge feucht und wird vor dem Austrocknen bewahrt.
Klimaanlagen, Kontaktlinsen oder intensive Bildschirmarbeit tragen dazu bei, dass sich bei trockenen Augen die Beschwerden verschlimmern. Normalerweise blinzelt das Auge alle fünf bis zehn Sekunden, um ein Austrocknen zu verhindern. Wenn wir am Computer sitzen, vergessen wir vor lauter Konzentration jedoch oft zu blinzeln. Das Auge reagiert dann mit verstärkter Tränenproduktion. Häufig tritt dieses Symptom erst nach Feierabend auf, wenn das Auge langsam zur Ruhe kommt. Achten Sie daher bewusst darauf, immer wieder zu blinzeln und ausreichend zu trinken. Wer Schwierigkeiten mit der Arbeit am Computer hat, kann auch befeuchtende Augentropfen verwenden. Allerdings sollten diese ohne Konservierungsmittel sein.











