Gefahrenstufe 4

Heftige Unwetter fegen über die Schweiz


Aktualisiert am 01.07.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Karte zeigt die Konzentration der Regenfälle in der Schweiz und in Österreich.

Die Karte zeigt die Konzentration der Regenfälle in der Schweiz und in Österreich. (Quelle: windy.com)

Überschwemmte Straßen, gesperrte Strecken und Flugchaos: Schwere Gewitter treffen die Schweiz. Und die Wetterlage bleibt angespannt.

Heftige Gewitter haben in der Nacht auf Mittwoch in mehreren Teilen der Schweiz für Überschwemmungen, Erdrutsche und erhebliche Einschränkungen im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr gesorgt. Auch am Mittwoch bleibt die Lage angespannt: Eine starke Gewitterfront zieht von Westen her über die Schweiz.

Für einzelne Regionen rief der Bund die Gefahrenstufe 4 (große Gefahr) aus. Für weite Teile des Landes gilt bis 20 Uhr die Gefahrenstufe 3. Im Tagesverlauf sind örtlich weitere kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen möglich.

Regenfälle lösen Murgänge und Erdrutsche aus

Bereits in der Nacht auf Mittwoch sind teils schwere Gewitter über die Schweiz gezogen. Im Kanton Uri musste die A2 zwischen Bolzbach und Seedorf wegen Überflutungen gesperrt werden. Auch der Sustenpass zwischen Gorezmettlen und der Passhöhe wurde abgeriegelt. Grund dafür war ein Felssturz oder Erdrutsch.

Im Kanton Obwalden wurde der Bahnverkehr auf den Linien IR und S5 zwischen Alpnach Dorf und Alpnachstad unterbrochen. In Uri führten die intensiven Regenfälle nach Angaben des Kantons zu mehreren Elementarereignissen. Es kam demnach zu Murgängen, Bäche traten über die Ufer. Zudem gab es einen kleineren Waldbrand nach einem Blitzeinschlag. Verletzt wurde niemand.

Besonders stark traf das Unwetter die Region Zürich-Nord sowie die Gemeinden Wallisellen, Dübendorf und Rafz. Dort registrierten die Einsatzkräfte teilweise mehr als 100 Einsätze pro Gemeindegebiet.

Die Gewitterzellen ziehen am Mittwoch über die Schweiz (Quelle: windy.com)

In Wallisellen wurde eine Unterführung innerhalb kurzer Zeit vollständig überflutet. Ein Autofahrer blieb mit seinem Kleintransporter im Wasser stecken. Der Mann habe sich selbst aus dem Fahrzeug retten können. Der Transporter musste anschließend abgeschleppt werden.

Flugchaos in Zürich

Auch der Flugverkehr war massiv von den Unwettern betroffen. Am Dienstagabend musste der Betrieb am Flughafen Zürich wegen einer nahezu stationären Gewitterzelle für rund zwei Stunden unterbrochen werden. Mehr als 30 Flugzeuge konnten nicht in Zürich landen und wurden unter anderem nach Basel, Genf, Stuttgart und Lyon umgeleitet. Insgesamt wurden zunächst 44 Flüge gestrichen.

Um den Rückstau zu bewältigen, erteilten die Behörden eine Ausnahmebewilligung für Starts und Landungen nach dem regulären Betriebsschluss. Dennoch setzte sich das Flugchaos am Mittwoch fort. Seit dem Morgen wurden nach Angaben des Flughafens rund 70 weitere Flüge annulliert.

Wetterlage in der Schweiz bleibt angespannt

Mit einer Entspannung der Wetterlage rechnen die Behörden zunächst nicht. Im Verlauf des Mittwochs sind nach Angaben des Bundes weiterhin örtlich kräftige Gewitter möglich. Besonders in der Zentral- und Ostschweiz muss weiterhin mit starken Regenfällen gerechnet werden. Reisenden wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr zu informieren.

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