„Bitte an sicherem Ort sein“
Jörg Kachelmann warnt Spanien-Urlauber
Aktualisiert am 19.03.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Wetterexperte Jörg Kachelmann rechnet mit „Regenmengen, wie sie seit Menschengedenken nicht gefallen sind“. Auf den Kanaren schließen bereits Schulen und Kindergärten.
Die bei Touristen beliebten kanarischen Inseln haben angesichts des aufziehenden Sturmtiefs „Therese“ umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen. Auf den Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro werden am Donnerstagnachmittag alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Am Freitag machen die Einrichtungen auf allen acht Kanaren-Inseln vor der Westküste Afrikas gar nicht erst auf.
Die Behörden rufen dazu auf, wenn möglich, von zu Hause zu arbeiten. Die Sorge vor einem gewaltigen Sturm, der die Atlantik-Inseln treffen könnte, ist groß. Der nationale Wetterdienst Aemet veröffentlichte eine „besondere Warnung“. Starke Westböen können demnach zu herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen führen, es drohen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.
In Teilen von La Palma und Teneriffa werden stellenweise Niederschlagsmengen erwartet, die denen eines ganzen Jahres entsprechen. Laut dem Wetterdienst Aemet ist mit mehr als 300 Litern Regen pro Quadratmeter zu rechnen.
Dem deutschen Wetterexperten Jörg Kachelmann zufolge berechnen einzelne Modelle sogar extreme Werte von 500 Litern. Er fürchtet, dass „womöglich Regenmengen, wie sie seit Menschengedenken nicht gefallen sind“, niedergehen könnten. „Bitte von Freitag bis Sonntag auf allen südwestlichen Inseln der Kanaren an einem sicheren Ort sein, besonders im Westen von La Palma sowie im Süden von Teneriffa und Gran Canaria“, mahnte Kachelmann.
Spaniens Wetterdienst Aemet warnt unterdessen vor Sturzfluten in Schluchten, Erdrutschen und lokalen Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten. Straßen und andere Verkehrswege könnten getroffen werden.
An den Küsten wird außerdem schwerer Seegang mit Wellen von bis zu fünf Metern Höhe erwartet. In Lagen von über 1.800 Metern könne es Schnee geben. Aemet sagt für die Gipfel von La Palma und Teneriffa „erhebliche Schneemengen“ voraus.
