Ganze Ortschaften weiß

Unwetter wüten in Österreich – 20 Zentimeter Hagel


Aktualisiert am 30.07.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Heftige Hagelschauer in Schöder: Unwetter haben die Feuerwehren stundenlang auf Trab gehalten. (Quelle: Facebook/Freiwillige Feuerwehr Schöder)

Unwetter treffen Österreich und richten große Schäden an. Am Freitag herrscht auch in Deutschland Sturmgefahr.

Kräftige Unwetter haben in Teilen Österreichs große Schäden angerichtet. Ein Schwerpunkt der zuvor angekündigten Gewitter mit Starkregen und Hagel war die Gemeinde Schöder in der Steiermark, wie die Zeitung „Heute“ berichtete. Dort sei am Mittwochabend sintflutartiger Regen niedergegangen.

Die Feuerwehr wurde laut eigenen Angaben gegen 19 Uhr alarmiert, der Hagel habe sich teilweise bis zu 20 Zentimeter hoch getürmt, berichteten die Einsatzkräfte auf Facebook.

Außerdem gab es auf einer Landstraße in der Umgebung einen Murenabgang, also eine Art Schlammlawine. Mehrere Keller mussten leergepumpt werden, erst nach rund vier Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

  • Jörg Kachelmann warnt: Diese Sturmfront wird ein „potenzieller Killer“
  • Erheblicher Übertourismus: Alpen-Irrsinn – Touristen stehen zum Wandern an

Handyalarm in Tirol: Heftige Unwetter wüten in Österreich

Auch rund 400 Kilometer Luftlinie weiter westlich im beliebten Urlaubsort Sölden wüteten am Abend heftige Unwetter. Wie die „Kronen Zeitung“ meldete, warnte das Land Tirol die Einwohner per Handyalarm. Die Bevölkerung sei aufgefordert worden, sich in höher gelegene Stockwerke zu begeben. Keller und Bereiche von Gewässern sollten sofort verlassen werden, so der Appell.

Im Ortsteil Vent sei eine Mure abgegangen, rund 30 Anwohner seien daraufhin vorsorglich evakuiert und in ein Hotel gebracht worden. Mehrere Tiefgaragen und Keller wurden durch den Starkregen überschwemmt.

Eine durch Murenabgänge verschüttete Landstraße in Tirol: Die Aufräumarbeiten dauern an. (Quelle: Land Tirol)

Unwetter in Österreich: „Haben ganze Nacht durchgearbeitet“

Im Pitztal ist eine Landstraße durch zwei Murenabgänge verschüttet worden, wie das Land Tirol mitteilte. Hartmut Neurauter von der zuständigen Straßenmeisterei Zams sagte laut Mitteilung: „Wir sind bereits seit der Nacht am Aufräumen und haben die ganze Nacht durchgearbeitet. Insgesamt haben wir zwei Bagger und zwei Radlader im Einsatz.“

Auch Deutschland könnte am Donnerstag von heftigen Unwettern getroffen werden, wobei die größte Gefahr von Orkanböen ausgehen dürfte, zeigen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. In der Spitze seien Böen bis 140 km/h nicht ausgeschlossen, warnten die Meteorologen. Der ehemalige ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann sagte, die herannahende Sturmfront könne ein „potenzieller Killer“ sein.

Share.
Exit mobile version