Rätselhaftes Mittelmeer-Drama

Unternehmer stürzt von Yacht – Frau ruft tagelang keine Hilfe


24.08.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Der vermisste Unternehmer: Seine Familie bittet darum, die Suche nicht aufzugeben. (Quelle: Facebook)

Ein Paar nimmt sich eine Auszeit und begibt sich auf See. Auf Sizilien starten die beiden zu zweit, in Griechenland kommt nur die Frau an – und erzählt eine abenteuerliche Geschichte.

Ein 66 Jahre alter Unternehmer wird im Mittelmeer vermisst. Nach Angaben seiner Ehefrau, die mit an Bord war, rutschte der Segler am vergangenen Dienstag auf dem Weg von Sizilien nach Griechenland beim Reinigen eines großen Thunfischs auf dem blutverschmierten Deck seines Bootes aus und stürzte ins Meer.

Doch erst Tage später startete eine Suche nach Juan José Mutilba. Sie habe bis Freitag keinen Handyempfang gehabt, behauptet die 67 Jahre alte Frau des Mannes. Erst dann habe sie einen Freund der Familie in Spanien kontaktieren können.

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Das Segelboot des Paares wurde inzwischen in den griechischen Hafen von Pylos gebracht. Die Frau befindet sich dort bei ihrer Familie und steht nach Angaben griechischer Medien unter Schock.

Er rief seiner Frau noch zu, sie solle den Motor ausschalten

Die Geschichte, die sie über das Verschwinden ihres Mannes erzählt, ist abenteuerlich: Sie habe ihren über Bord gefallenen Partner noch gehört, wie er ihr zurief, den Motor des Segelboots ausschalten. Aber obwohl sie einen Bootsführerschein besitze, sei sie in Panik geraten und habe die Yacht nicht rechtzeitig stoppen können, berichtete unter anderem der öffentliche-rechtliche Rundfunk Griechenlands. Das Boot habe sich dadurch von der Stelle, an der ihr Mann ins Wasser gefallen war, entfernt.

Die Suche nach dem 66-Jährigen läuft weiter. Griechische Behörden und vorbeifahrende Boote und Schiffe prüfen nach eigenen Angaben alle verfügbaren Hinweise, um den Vermissten zu finden. Warum die Frau nach dem Sturz ihres Mannes nicht Hilfe per Funk rief, ist unklar.

Berichten zufolge waren Juan José Mutilba und seine Frau Carmen seit mehreren Monaten mit dem Segelboot unterwegs. Der Unternehmer sei vor einigen Jahren in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Das Segeln sei eine seiner größten Leidenschaften. „Wir bitten darum, dass die Suche nicht aufgegeben wird“, erklärte der Sohn des Paares.

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