„Diskussion führe ich gar nicht“
Union-Boss setzt Spiele-Limit für Neu-Trainerin Eta
17.04.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Marie-Louise Eta coacht Union Berlins Männer nur für fünf Spiele. Warum Präsident Dirk Zingler jegliche Spekulationen über eine Verlängerung schon vor dem Debüt strikt ablehnt.
Union Berlins Präsident Dirk Zingler hat eine langfristige Beschäftigung von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin des Männerteams in der Bundesliga praktisch ausgeschlossen. „Marie-Louise Eta wird für fünf Spiele hier verantwortlich sein und danach wird sie die Frauen übernehmen“, sagte der Vereinsboss dem Pay-TV-Sender Sky.
Geschäftsführer Horst Heldt hatte zunächst eine Hintertür offengelassen, Eta bleibe bei entsprechenden Ergebnissen über den Sommer hinaus bei den Männern. „Es wäre nicht sinnvoll, irgendetwas auszuschließen“, sagte er Anfang der Woche in einer Medienrunde. „Für eine der beiden Mannschaften werden wir zur neuen Saison einen neuen Trainer oder eine Trainerin benennen. Und das andere Team wird Loui begleiten.“
Präsident Zingler lehnte nun eine mögliche Diskussion über eine Verlängerung mit Eta als Cheftrainerin der Herren ab. „Wenn sie richtig gut ist, dann bleibt sie bei den Männern, wenn sie nicht so gut ist, geht sie zu den Frauen: Diese Diskussion führe ich gar nicht“, sagte er entschieden. Es sei immer eine „fachliche, inhaltliche Entscheidung, wer welche Mannschaft trainiert und sie mit dieser Diskussion zu begleiten, da tun wir ihr und auch dem Frauenfußball insgesamt einen Bärendienst“, so der 61-Jährige.
Eta feiert am Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei t-online) mit dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg ihr Debüt als erste Cheftrainerin in der Bundesliga der Männer. Sie war eine Woche zuvor als Nachfolgerin von Steffen Baumgart von der U19 zum A-Team der „Eisernen“ befördert worden. Anfang April hatte sie Union als künftige Cheftrainerin des Frauenteams für die kommende Bundesliga-Spielzeit präsentiert.
„Marie-Louise Eta hat vor zwei Wochen mit ganz großer Überzeugung, wir beide haben mit ganz großer Überzeugung einen Vertrag für die Frauen-Bundesliga unterschrieben“, sagte Zingler. Eta selbst war bei der Pressekonferenz zum Wolfsburg-Spiel gelassen mit der Frage zu einem längerfristigen Engagement umgegangen und hatte ebenfalls auf ihre geplante Aufgabe bei den Frauen verwiesen. „Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall noch Trainerin, ja“, sagte die 34-Jährige und ließ mit dieser Antwort offen, für welche Mannschaft.
