Wird der Dax-Konzern italienisch?

UniCredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

Aktualisiert am 16.03.2026 – 08:32 UhrLesedauer: 1 Min.

Die italienische Großbank UniCredit will die Commerzbank kaufen. Sie legt ein offizielles Übernahmeangebot für den Dax-Konzern vor, wie die UniCredit in Mailand mitteilt.

Die UniCredit mit Sitz in Mailand buhlt seit September 2024 um die Commerzbank und verspricht sich von einer Übernahme Vorteile im deutschen Markt mit Privat- und Mittelstandskunden. Nun hat die italienische Bank ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt. Die Eigner des Frankfurter Geldhauses erhielten 0,485 neue UniCredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie, teilte die italienische Großbank am Montag mit. Über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung soll bis zum 4. Mai 2026 in einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden werden.

„Das Angebot zielt darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Hürde zu überwinden und in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern“, teilte die UniCredit weiter mit.

Sie kontrolliert nach eigenen Angaben direkt oder über Termingeschäfte bislang 29,9 Prozent der Commerzbank-Anteile. Das Management des deutschen Instituts sträubt sich gegen eine Übernahme. Bei der Bundesregierung, dem zweitgrößten Commerzbank-Aktionär, stößt das Vorhaben ebenfalls auf Ablehnung.

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