„Das ging so schnell“

Der Graf verlor in drei Monaten Mutter und Vater


Aktualisiert am 11.03.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Graf: Der Sänger steht mit der Band Unheilig auf der Bühne. (Quelle: IMAGO/Ervin Monn)

Hinter dem Unheilig-Sänger Der Graf liegt eine schwierige Zeit. Während einer Konzerttournee stirbt sein Vater unerwartet. Nur kurz darauf bekommt auch seine Mutter eine folgenschwere Diagnose.

Vor fast genau einem halben Jahr feierte Der Graf sein emotionales Bühnen-Comeback. Nach neun Jahren Funkstille zog es den Musiker wieder ins Rampenlicht. Er habe es ohne die Musik nicht mehr ausgehalten, erklärte der 56-Jährige da. Kurz darauf ging er auf Tour. Währenddessen erreichte ihn die Nachricht vom plötzlichen Tod seines Vaters.

„Die Situation war nicht einfach für mich. Ich habe versucht, das zu verarbeiten, indem ich unsere Konzerte weitergespielt habe“, sagte Der Graf jetzt in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Doch der Musiker hatte nicht lange Zeit, um den Tod des Vaters zu überwinden. „Als Anfang des Jahres die Nachricht kam, dass meine Mama nicht mehr lange leben wird, hat mir das den Boden unter den Füßen weggerissen“, erklärte er weiter.

Nur kurz zuvor hatte Der Graf für die Vox-Show „Sing meinen Song“ zugesagt. Die Dreharbeiten dazu finden in Südafrika statt. Drehstart war im Februar. Er sagte das Projekt zunächst ab. „Ich dachte, ich kriege das emotional nicht hin.“ Er habe sich zurückgezogen und wollte erst einmal Ruhe. Dabei sei er von seiner Familie aufgefangen worden.

Da ihm von der Produktion für die Sendung viel Verständnis entgegengebracht worden sei, habe er sich dann doch für eine Teilnahme entschieden. „Ich dachte, vielleicht hilft es mir ja. Heute weiß ich: Ohne die Musik und diese Sendung hätte ich den Verlust meiner Eltern nicht so schnell verkraftet.“

Der Graf hatte vor seinem Flug nach Südafrika große Angst, dass seine Mutter während der Dreharbeiten sterben würde. Also verabschiedete er sich vorher von ihr. Er bedankte sich bei ihr – „im Gefühl, dass es vielleicht das letzte Mal ist“. Sie habe dann zu ihm gesagt: „Du sagst aber jetzt nichts ab, oder?“ Einen Tag bevor er ins Flugzeug stieg, starb seine Mutter.

„Ich war sehr traurig, aber dachte mir auch: typisch Mama! Sie regelt immer noch die Dinge für mich. Es war befreiend, zu wissen, dass sie jetzt bei meinem Papa auf einer Wolke sitzt und es ihr gut geht“, sagte Der Graf.

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