Erstes Quartal 2026
Büro-Boom: Umzüge in die City treiben Mieten hoch
10.04.2026 – 16:27 UhrLesedauer: 2 Min.
München bleibt als Bürostandort stark gefragt, Umzüge in zentrale Lagen nehmen zu. Mit der Dynamik rückt auch eine höhere Spitzenmiete in den Blick.
Der Münchner Büromarkt ist mit viel Belebung ins neue Jahr gestartet. Vor allem zwei Großvermietungen seien dafür laut einer Analyse des Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) verantwortlich. Die Softwarefirma JetBrains sicherte sich 21.500 Quadratmeter im Eisbachviertel im Tucherpark, der Energiekonzern E.on bezog 21.300 Quadratmeter an der Landsberger Straße. Hinzu kam demnach eine spürbar höhere Zahl an Verträgen im mittleren Segment bis 5.000 Quadratmeter.
Fritz Maier-Hartmann, Niederlassungsleiter von JLL in München, kommentiert: „Das zeigt, dass München als Bürostandort gefragt ist und auch überregional das Interesse auf sich zieht“. Unternehmen seien zunehmend bereit, aus Randlagen in zentralere Viertel zu wechseln und dafür höhere Mieten zu akzeptieren.
Die Spitzenmiete liegt demnach derzeit bei 60 Euro pro Quadratmeter. Laut Maier-Hartmann seien zuletzt vereinzelt auch deutlich höhere Preise erzielt worden, weshalb bis Jahresende ein Anstieg auf rund 62 Euro erwartet werde.
Auffällig ist die Branchenverteilung: Vor allem Industrieunternehmen treiben laut JLL-Mitteilung den Flächenumsatz und stehen für knapp die Hälfte des Ergebnisses im ersten Quartal. IT- und EDV-Firmen folgen mit etwa einem Viertel. Besonders gefragt bleiben zentrale Lagen wie die Innenstadt, aber auch das Westend und der Münchner Süden.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet JLL grundsätzlich mit anhaltender Nachfrage, da sich weitere Großgesuche im Markt befänden. Gleichzeitig dürften geopolitische Unsicherheiten und die konjunkturelle Lage Entscheidungen verzögern, weshalb die Prognose für das Gesamtjahr von 680.000 auf 640.000 Quadratmeter gesenkt wurde, während der Leerstand leicht auf 9,2 Prozent steigen könnte.








