Gestrandeter Buckelwal
Umweltminister kündigt finale Entscheidung an
Aktualisiert am 07.04.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit fast einer Woche liegt ein Buckelwal vor der Insel Poel. Alle Rettungsversuche sind gescheitert. Eine letzte Chance gibt es für das Tier noch – allerdings nur, wenn die Ergebnisse bei einem wichtigen Gutachten stimmen.
Meeresbiologen und Veterinäre sollen am Dienstag ein Gutachten zum Zustand des gestrandeten Buckelwals vor der Insel Poel erstellen. Es soll zeigen, wie groß die Überlebenschance des Tiers noch ist. Danach will Till Backhaus (SPD), Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, eine finale Entscheidung treffen.
Der Wal liegt in der Bucht vor der Insel Poel in der Ostsee bei Wismar – 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar sagte am Morgen: „Es gibt keine Neuigkeiten.“ Das Tier werde weiter beobachtet. Dass es noch atmet, zeigen Aufnahmen eines Livesenders: In regelmäßigen Abständen sind kleine Wasserfontänen zu sehen.
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Der Wal war zuvor bereits mehrfach an der Ostseeküste gestrandet. Vergangenen Mittwoch stellten Einsatzkräfte alle Rettungsversuche ein. Fachleute gehen davon aus, dass das Tier in der Bucht sterben wird. Seitdem wird es rund um die Uhr beobachtet und von der Feuerwehr regelmäßig mit Wasser benetzt.
Das Tier wird laut Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern rund um die Uhr von einer Walwache und der Wasserschutzpolizei überwacht. Sie benetzen das Tier etwa immer wieder mit Wasser – und wollen dem Buckelwal so seine möglicherweise letzten Tage möglichst angenehm gestalten.
Nach den gescheiterten Rettungsversuchen des Buckelwals sind die beteiligten Umweltschützer und Umweltminister Till Backhaus immer mehr verbalen Angriffen ausgesetzt. Backhaus erklärte, dass auch er traurig sei: „Aber ich akzeptiere es nicht, dass Mitarbeitende auch im Privaten bedroht werden.“ Strafrechtliche Aussagen würden verfolgt werden.











