Bayern-Patron erklärt Eberl-Wende
Hoeneß: „Max hat ein Eigenbrötler-Dasein geführt“
14.09.2026 – 22:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Vertragsverlängerung von Max Eberl wurde im Sommer zur Hängepartie. Nun offenbarte Uli Hoeneß, was ihm an Eberl nicht passte – und lobte diesen für seinen Wandel.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat eingeräumt, dass er in der Vergangenheit nicht immer zufrieden mit der Arbeit von Sportvorstand Max Eberl war. Nach dessen Vertragsverlängerung beim Rekordmeister bescheinigte er ihm gleichzeitig aber eine positive Entwicklung.
„Ich finde, dass sich Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat. Wir alle, Karl-Heinz (Rummenigge, d. Red.) und ich und natürlich Herbert Hainer (der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern; Anm. d. Red.) sind von ihm viel besser informiert worden, als vorher“, sagte er am Rande der Jubiläumsveranstaltung zu 80 Jahren Basketball beim FC Bayern (Abteilung wurde am 1. März 1946 von Franz Kronberger gegründet, der seine Fußballer-Karriere wegen einer Kriegsverletzung beenden musste) im SAP Garden am Montag über die Eberl-Wende.
Der 74-Jährige benannte auch deutlich, was ihm zuvor an Eberl nicht gepasst hat. Hoeneß: „Er hat ja so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert. In der Beziehung hat er super gearbeitet. Und vor allem, wenn man die Transferperiode sieht – unseren Vorschlag, die Spieler möglichst früh zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind – hat er auch zu 100 Prozent umgesetzt.“
Hainer sieht die Sache mit Eberl etwas anders
Die über Monate ausstehende Verlängerung mit Eberl war ein lange schwelendes Thema. Auch, weil Hoeneß durch eigene Aussagen die Spekulationen selbst angeheizt hatte. Kurz vor dem Pokalfinale im Mai hatte er im „Spiegel“ von einer 60:40-Chance gesprochen, dass Eberl einen neuen Vertrag bekommt sowie konkret davon, dass es „Zweifel“ an dem Sportvorstand gäbe. Dafür bat er im August am Rande des Bayern-Trainingslagers am Tegernsee um Entschuldigung, er habe sich „unheimlich über mich selbst geärgert“.
