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Home » Uefa-Verbände drohen Fifa mit WM-Boykott: Streit eskaliert
Sport

Uefa-Verbände drohen Fifa mit WM-Boykott: Streit eskaliert

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 31, 2026
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Uefa-Verbände drohen Fifa mit WM-Boykott: Streit eskaliert

Protest gegen Infantino-Pläne

Uefa will geschlossen WM boykottieren

Aktualisiert am 30.07.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 2 Min.

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Hat sich vor allem bei Europas Fußballverbänden ins Abseits manövriert: Fifa-Boss Gianni Infantino. (Quelle: DeFodi.de)

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Ist Gianni Infantino diesmal zu weit gegangen? Die Uefa droht dem Weltverband damit, dass die nächsten Fifa-Turniere ohne europäische Teams stattfinden müssen.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) droht im Machtkampf mit Fifa-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde auf der Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände am Donnerstagnachmittag einstimmig ein Boykott aller Fifa-Turniere für den Fall beschlossen, dass Infantino seinen Investoren-Deal durchdrückt. Dies hatte zuerst die britische Zeitung „The Times“ berichtet.

In einer offiziellen Uefa-Stellungnahme hieß es: „Die Uefa und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen. Wir lehnen den Vorschlag der Fifa, Eigentumsanteile an der Weltmeisterschaft und anderen Fifa-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab“, hieß es. Die Weltmeisterschaft dürfe nicht als „Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten Vermächtnisse des Fußballs.“ Die Weltmeisterschaft stehe „nicht zum Verkauf“.

  • Investorenpläne: Infantino erhält Zuspruch von Afrikas Verband
  • Infantino wieder und wieder in der Kritik: So könnte der Fifa-Präsident alles verlieren

Die Fifa und ihr Präsident sind in ihrem Plan, Anteile an der WM zu verkaufen, offensichtlich bereits fortgeschritten. Wie mehrere Medien berichten, soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Ein drohender Boykott der Uefa könnte Infantinos Pläne aber massiv ins Wanken bringen.

Deutliche Kritik auch von DFB-Präsident Neuendorf

Der heftigen Kritik aus vielen Richtungen hatte sich am Mittwoch auch Bernd Neuendorf angeschlossen. Es sei „ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen“, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF. Infantinos Pläne seien „überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“.

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Der Fifa-Chef verteidigt sein Vorhaben energisch. Dieses sei „eine Gelegenheit, keine Verpflichtung“, sagte Infantino. Er verspreche sich davon die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“. Die „kommerzielle Seite des Fußballs“ zu stärken, sei der logische nächste Schritt in der Entwicklung.

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