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Home » Uefa erwägt Boykott von WM und Klub-WM
Sport

Uefa erwägt Boykott von WM und Klub-WM

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 28, 2026
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Uefa erwägt Boykott von WM und Klub-WM

„Linie überschritten“

Uefa erwägt wohl Boykott von Fifa-Veranstaltungen


Aktualisiert am 28.07.2026 – 21:15 UhrLesedauer: 2 Min.

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Angespannte Stimmung: Uefa-Präsident Aleksander Čeferin (li.) und Fifa-Boss Gianni Infantino (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Nick Potts/imago-images-bilder)

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Der Weltverband plant die weitere Kommerzialisierung des Fußballs. Die Uefa sieht eine Linie überschritten – und erwägt nun drastische Konsequenzen.

Eskaliert nun die Auseinandersetzung zwischen Fifa und Uefa endgültig? Der europäische Fußball-Dachverband erwägt offenbar einen Boykott von Fifa-Veranstaltungen, berichtete „Bloomberg“ am Dienstagabend. Grund seien Berichte über Pläne des Weltverbands vom Dienstag, Anteile der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.

Bei der Uefa seien bereits Gespräche darüber geführt worden, wie Klubs und Verbände Fifa-Events boykottieren könnten. Dabei sei es sowohl um die Fußball-WM als auch um die Klub-WM gegangen. Das würde bedeuten, dass die beiden Turniere ohne einen Großteil ihrer größten Zugpferde auskommen müssten.

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Die „Times“ hatte am Dienstag zuerst von den Plänen der Fifa berichtet. Hierfür soll ein Unternehmen gegründet werden, das die kommerziellen Rechte an den wichtigsten Fifa-Wettbewerben, also der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM, übernimmt. Es heißt, ein solcher Deal könne den Druck erhöhen, das Teilnehmerfeld einer WM weiter auszubauen oder die WM häufiger als bisher auszutragen.

Private Investoren sollen zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile erwerben und dafür mehrere Milliarden US-Dollar zahlen. Die Fifa würde Mehrheitsgesellschafter bleiben. Alle 211 Fifa-Mitgliedsverbände sollen ebenfalls kleinere Anteile erhalten, die entweder behalten oder verkauft werden könnten.

„Damit wird eine Linie überschritten“

Schon im Laufe des Dienstagnachmittags hatte die Uefa scharf auf die Pläne der Fifa reagiert. „Damit wird eine Linie überschritten, die die wichtigsten Instanzen des Fußballs nie überschreiten sollten“, hieß es in einer Stellungnahme. Und weiter: „Die Uefa nimmt das extrem ernst, so, wie es auch jeder nationale Fußballverband tun sollte, ebenso alle weiteren Teilhaber: Ligen, Klubs, Spieler, Fans, Regierungen und jeder, dem die Zukunft des Spiels am Herzen liegt.“

Mehr noch: „Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine handelbaren Vermögenswerte – insbesondere dann nicht, wenn es keine Transparenz darüber gibt, wer finanziell profitiert. Der Fußball ist niemandes Eigentum, und es ist nicht Sache der Fifa, ihn zu verkaufen.“

Die aktuellen Entwicklungen sind nur die nächste Stufe in einem schon seit längerer Zeit schwelenden Konflikt zwischen beiden Großverbänden. Schon die Einführung der lukrativen „Klub-WM“ im vergangenen Jahr, bei der insgesamt eine Milliarde US-Dollar an die 32 teilnehmenden Mannschaften ausgeschüttet wurde, wurde von der Uefa als direkter Angriff auf die Champions League gesehen. Auch gab es Klagen über die immer größere Belastung für Spieler durch die immer volleren Terminkalender.

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