Umfrage zum Oktoberfest
Fast jeder Zweite fordert Eintritt für die Wiesn
10.02.2026 – 07:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Wird der Wiesn-Besuch bald kostenpflichtig? Während die Politik abwinkt, zeigt sich eine überraschende Mehrheit der Deutschen offen für Eintrittspreise auf dem Oktoberfest.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ würden es mittlerweile 46 Prozent der Bundesbürger begrüßen, wenn Besucher künftig eine Gebühr zahlen müssten, um das Festgelände überhaupt betreten zu dürfen. Nur 27 Prozent lehnen diesen Vorstoß klar ab, während der Rest unentschieden bleibt.
Konkrete Vorstellungen zur Höhe eines möglichen Eintritts äußerte er zwar nicht, doch die Resonanz in der Bevölkerung ist eindeutig. Besonders die junge Generation scheint mit der Tradition des freien Zugangs zu brechen: Bei den unter 30-Jährigen spricht sich mit 51 Prozent sogar knapp eine absolute Mehrheit für ein Ticket-System aus.
Im Freistaat selbst stoßen diese Pläne allerdings auf deutlich mehr Gegenwind als im Rest der Republik. In Bayern lehnen 45 Prozent der Menschen eine Eintrittsgebühr ab, lediglich ein Drittel der Befragten könnte sich dort mit dem Gedanken anfreunden. Die Heimat des Oktoberfests hängt somit deutlich stärker am Status quo.
Auch die Stadtspitze lässt keine Zweifel an ihrer Position aufkommen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erteilte der Idee gemeinsam mit Wiesn-Chef Christian Scharpf eine klare Absage. Reiter betonte, dass das Oktoberfest ein Volksfest bleiben müsse, das auch Familien offensteht, die lediglich über die Wiese schlendern wollen.
Unterstützung erhalten sie von den Wiesn-Wirten, die ebenfalls warnen, dass verpflichtende Eintrittsgelder den einzigartigen Charakter der Veranstaltung zerstören würden. Trotz der Umfragewerte dürfte eine Umsetzung damit vorerst in weiter Ferne liegen.









