Überraschendes Ergebnis
Wie würden Bayerns Jugendliche wählen?
01.03.2026 – 15:02 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehr als 30.000 Jugendliche haben bei der bayerischen U18-Kommunalwahl ihre Stimme abgegeben. Die erstmals getestete digitale Stimmabgabe könnte weitreichende Folgen für künftige Wahlen haben.
Bei der U18-Kommunalwahl in Bayern haben Jugendliche zum ersten Mal digital abgestimmt. Die Wahlbeteiligung hat sich mit mehr als 30.000 jungen Menschen im Vergleich zu 2020 nahezu verdoppelt. Die U18-Wahl ist eine Wahlsimulation, die das politische Interesse der nicht wahlberechtigten unter 18-Jährigen wecken und zeigen soll, wie diese abstimmen würden. Der Testlauf verlief laut des Bayerischen Jugendrings ohne Probleme
Die CSU würde bei der Kommunalwahl die meisten Bürgermeister- und Landratsposten bekommen. Die SPD folgte an zweiter Stelle. Beim Bürgermeisteramt kamen die Grünen an dritter Stelle. Beim Landratsamt belegten die Freien Wähler den dritten Platz. Die Simulation war auf die Wahl der Bürgermeister und Landräte beschränkt.
Erfreulich sei, dass die Kandidaten aus Parteien der demokratischen Mitte gestärkt aus der diesjährigen U18-Wahl hervorgehen, kommentierte der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Philipp Seitz, das Ergebnis. In rund 350 analogen Wahllokalen der Jugendarbeit, an Schulen und in Rathäusern konnten die jungen Menschen abstimmen.
In neun Kommunen und einem Landkreis konnten Jugendliche erstmals digital von zu Hause wählen. „Indem wir bei den U18-Wahlen erfolgreich demonstriert haben, dass die digitale Stimmabgabe technisch problemlos, fehlerfrei und sicher klappt, haben wir nicht weniger als die Grundlage für digitale Wahlen der Zukunft gelegt“, teilte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) mit.
