„Ich hab‘ mich total verändert“
Johann Lafer ist nach Steuerskandal häufig alleine
30.04.2026 – 11:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Zehn Jahre nach einem einschneidenden Urteil reflektiert Johann Lafer eine prägende Phase seines Lebens. Die Erfahrung hat seinen Alltag nachhaltig beeinflusst.
Johann Lafer lebt heute ein anderes Leben. Der TV-Koch war 2016 wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. In dem Podcast „Zwischen den Zeilen“ mit Bettina Böttinger hat der Koch zurückgeblickt und geäußert: „Ich würde gerne alles ungeschehen machen.“
Die damalige Situation habe ihm, seiner Frau und seiner Familie viel Kraft gekostet. Zugleich betonte er: „Ich wünsche das niemandem.“ Über die Jahre habe sich auch seine persönliche Haltung verändert. Lafer sagte: „Ich hab mich total verändert.“ Er nehme sich heute bewusster zurück und beschreibt, dass er nicht mehr „massenkompatibel“ sei.
Statt öffentlicher Auftritte ziehe er sich zurück: „Ich bin sehr viel für mich alleine.“ Zudem habe er sich angewöhnt, bestimmte Themen nicht mehr öffentlich zu kommentieren. Seine Begründung: „Man hat keine Chance, sich wirklich zu wehren, man kann sich auch nicht rechtfertigen. Je mehr man sagt, desto schlimmer wird das Ganze.“
Parallel dazu schildert Lafer, wie sich sein Arbeitsalltag gewandelt hat. Der frühere Druck als Unternehmer sei verschwunden, nachdem er seine Funktionen als Geschäftsführer abgegeben habe: „Ich bin viel, viel gelassener. Ich mache heute Dinge, die ich mir früher hätte nicht vorstellen können.“ Dazu gehöre auch, sich bei einem Gespräch Zeit zu nehmen, ohne gedanklich bereits den nächsten Termin vorzubereiten.
Auch seine Sicht auf Erfolg beschreibt der Koch differenziert. Einerseits habe ihn dieser lange angetrieben, andererseits sieht er ihn kritisch. „Erfolg ist für mich eine Droge“, so Lafer. Gleichzeitig sei er froh, nicht mehr in ein berufliches „Korsett“ eingebunden zu sein.











