Nur eine deutsche Olympia-Medaille
Biathlon-Experte hat Verdacht zu Misserfolg
23.02.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit nur einer Medaille wird heftig über die Zukunft des deutschen Biathlons diskutiert. TV-Experte Michael Rösch äußert einen weiteren Verdacht.
Für Ex-Olympiasieger Michael Rösch hat die Erfolgslosigkeit im deutschen Biathlon bei den Olympischen Spielen vor allem mit der Einstellung der deutschen Athleten zu tun. „Man kann sich fragen, ob das nicht zu viel ist, man sich ins gemachte Nest setzt und den Druck nicht spürt“, sagte er bei Eurosport. Er empfiehlt, künftig auch „nach links und rechts“ zu blicken und sich im Hinblick auf das Training etwas bei anderen Nationen abzuschauen, um wieder erfolgreich zu sein. Das hätte er zu seiner aktiven Zeit ebenfalls getan.
Denn die Rahmenbedingungen, um bessere Ergebnisse zu erzielen, seien in Deutschland eigentlich gegeben. „Wir sind in vielen Aspekten Weltspitze, vom Fördersystem über die Wettkampfstätten, wir haben Wissenschaftler und super Material“, sagte der 42-Jährige.
Zudem übte er generelle Kritik an der Organisation der Unterkunft des Deutschen Ski-Verbands (DSV). „Die Deutschen waren alle in einem Haus, vielleicht geht man sich nach drei Wochen dann auch mal auf den Sack und das bringt das Teamgefüge durcheinander.“ Der DSV gewann bei den Biathlon-Wettbewerben lediglich Bronze in der Mixed-Staffel – ein olympischer Negativrekord für die deutschen Biathleten.
Rösch gewann bei den Olympischen Spielen 2006 mit der Staffel Gold, zudem holte er mit der Staffel dreimal Bronze bei den Weltmeisterschaften 2007, 2008 und 2009. Seit der Saison 2021/22 ist er als Experte und Co-Kommentator für Eurosport tätig.










