Geheimtipp zu Ostern
Dieser Bergsee südlich von Köln ist atemberaubend
Aktualisiert am 03.04.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 3 Min.
Türkisblaues Wasser mitten im Wald: Südlich von Köln versteckt sich im Sauerland ein Bergsee, der wie ein Naturwunder wirkt. Sein Anblick überrascht selbst Kenner.
Wer in den Osterferien das Sauerland erkundet, könnte auf ein besonderes Naturschauspiel stoßen: den Bergsee von Siedlinghausen. Zwischen Felsen und Bäumen leuchtet das türkisfarbene Wasser in der Frühlingssonne – ein Anblick, den hier kaum jemand erwartet. Der versteckte See gilt als echtes Geheimtipp-Ziel, das nur abenteuerlustigen Wanderern vorbehalten ist.
Doch sein Ursprung ist alles andere als natürlich: Wie bei vielen malerischen Seen dieser Art geht seine Entstehung auf den Tagebau zurück. Einst fraßen sich schwere Maschinen tief in das Gestein des Meistersteins – so wird der Berg im Volksmund genannt.
Der Meisterstein im Rothaargebirge ist ein Berg mit bewegter Geschichte. Unweit der Ortschaften Siedlinghausen und Silbach gelegen, verdankt er seine heutige Form dem industriellen Gesteinsabbau der 1930er-Jahre. Damals wurde das durch uralte Vulkantätigkeit entstandene Gestein abgebaut – zurück blieb eine tiefe Senke im Fels. Im Laufe der Jahrzehnte füllte sich die Mulde durch Grundwasser und Regen zu einem See, der heute zwischen sieben und neun Meter tief ist. Das ungewöhnliche Gewässer zieht inzwischen Taucher an, die die besondere Unterwasserkulisse erkunden, während Kletterer die markanten Steilwände rund um den See für ihre Touren nutzen.
Wer den Bergsee am Meisterstein besuchen möchte, etwa in den Osterferien, sollte jedoch einige Dinge beachten. Seit dem Jahr 2000 gehört der ehemalige Tagebau dem niederländischen Prof Trainings Center. Vor einem Ausflug sollten sich Interessenten deswegen erkundigen, ob ein Besuch möglich ist. Das Unternehmen bietet jedoch auch Tauch- und Kletterkurse an, der alte Tagebau lässt sich zudem für Firmen-Events und Betriebsausflüge buchen – samt Lagerfeuerromantik am Abend. Der Berg selbst lässt sich über Waldwege und -pfade erwandern.
Ein Ausflug zum Meisterstein wird aber nicht nur mit einem Panoramablick auf den Bergsee belohnt, sondern ist auch ein echtes Abenteuer. Empfohlen wird das Ergründen des Berges nur geübten Wanderern, die frei von Höhenangst sind. Unbefestigte Wege und steile Abhänge erfordern volle Konzentration. Zudem wird das Gelände auch vom niederländischen und deutschen Militär für Übungen genutzt.
