WM-Playoffs

Nach 24 Jahren: Türkei wieder für WM qualifiziert – Kosovo trauert


Aktualisiert am 31.03.2026 – 23:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Überglücklich: Mert Müldür, Zeki Celik und Arda Güler (v. li.) feiern die WM-Quali der Türkei. (Quelle: Valdrin Xhemaj/reuters)

In Pristina entwickelt sich schnell eine hochspannende Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz nach der Pause kommt es zur Szene des Spiels. Die Schlussphase wird dramatisch.

Jubel am Bosporus: Die Türkei hat sich zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Im entscheidenden Playoff-Spiel siegte die Mannschaft von Nationaltrainer Vincenzo Montella mit 1:0 (0:0) beim Kosovo. Letztmalig war die Türkei 2002 bei einer Weltmeisterschaft dabei, erreichte beim Turnier in Japan und Südkorea damals überraschend Platz 3.

Kerem Aktürkoğlu erzielte in einer hochspannenden Partie das Tor des Dienstagabends, das die Türkei zur WM in den USA, Kanada und Mexiko fahren lässt (53.). In Gruppe D geht es neben Gastgeber USA auch gegen Australien und Paraguay.

Die Gäste feierten das Ende ihrer quälenden Leidenszeit stürmisch, denn eine ganze Generation von Fans kennt bei der WM bislang nur die Zuschauerrolle. Für Kosovo indes endet ein bemerkenswerter Lauf. Für das kleine Land war bereits das 4:3 in der Slowakei im Halbfinale eine Sensation gewesen.

Angreifer Fisnik Asllani hatte sich allerdings vorgenommen, seine Mannschaft in Pristina nun auch erstmals zu einer WM zu führen. Der Hoffenheimer Stürmer spielte stark auf und hatte die beste Chance der ersten Halbzeit: Er traf mit seinem Fernschuss die Querlatte (29.).

Die Türken, die damit ihre dritte WM-Teilnahme nach 1954 und 2002 perfekt machten, waren aber mindestens gleichwertig und hofften dazu auf einen erneuten Geniestreich von Arda Güler. Der Star von Real Madrid hatte das Halbfinale gegen Rumänien (1:0) mit einem Traumpass entschieden. Letztlich war es dann aber Aktürkoğlu, der den Ball als Abstauber mit etwas Glück über die Linie schob.

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