„Neben der Befürchtung einer übermäßigen Bebauung fühlen sich viele Anwohner mit der Marke Trump und dem, wofür sie steht, zutiefst unwohl“, schreibt einer der Initiatoren, Craig Hill, ein Lehrer, der selbst an der Gold Coast lebt. Er kritisiert in seiner Argumentation unter anderem die Politik der Trump-Regierung – insbesondere den harten Migrationskurs, der von vielen Australiern als unmenschlich und diskriminierend wahrgenommen werde. „Diese Maßnahmen spiegeln nicht die Werte wider, für die wir in Australien einstehen“, heißt es. Ein Bauprojekt mit dem Namen Trump an der Gold Coast würde daher „die falsche Botschaft darüber aussenden, wer wir als Gemeinschaft sind und was wir zu unterstützen bereit sind“.
Hinzu kommt eine weitere Sorge: der Projektentwickler selbst. David Young, der lokale Unternehmer hinter dem Projekt, musste laut australischen Medienberichten bereits zweimal Insolvenz anmelden. Laut einer Recherche der ABC wirft auch die bisherige Bilanz seines Unternehmens Fragen auf. Auf der Webseite von Altus würden lediglich einige wenige Wohnprojekte im regionalen Australien aufgeführt – Projekte, die kaum mit dem geschätzten 1,5 Milliarden Dollar schweren Prestigeprojekt vergleichbar sind, das Young nun ankündigt.
Young betonte derweil die Nähe zur Familie Trump. Auf der Plattform LinkedIn veröffentlichte er ein Foto, das ihn beim Handschlag mit Eric Trump zeigt, dem zweiten Sohn von US-Präsident Donald Trump. Das Bild entstand offenbar nach der Unterzeichnung der Vereinbarung im Trump-Anwesen Mar-a-Lago in Florida.
Den geplanten Turm beschreibt Young als Projekt, das ihn seit Jahren beschäftigt. „Daran arbeite ich seit fast 20 Jahren“, teilte er mit. Den Anfang habe ein Anruf bei Ivanka Trump im Jahr 2007 gemacht. Die globale Finanzkrise Ende der 2000er Jahre habe die Pläne jedoch zunächst ausgebremst.
Die Initiatoren der Petition gegen Youngs Vorhaben an der Gold Coast haben sich inzwischen auch an politische Entscheidungsträger gewandt – darunter den Bürgermeister der Gold Coast, Tom Tate, und den Premierminister des Bundesstaates Queensland, David Crisafulli.











