„Könnte ein Problem sein“
Trump mischt sich bei Netflix-Deal ein
Aktualisiert am 08.12.2025 – 07:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Donald Trump sieht bei einer Übernahme von Warner Bros. durch Netflix den hohen Marktanteil als Problem. Der Präsident steht einem unterlegenen Rivalen nahe.
US-Präsident Donald Trump sieht Probleme bei den Übernahmeplänen des Hollywood-Studio Warner Bros durch Netflix. Vor allem die daraus resultierende Marktmacht „könnte ein Problem sein,“ erklärte der Präsident. Netflix habe an sich schon einen großen Marktanteil und „mit Warner Bros steigt dieser Anteil noch einmal deutlich. Ich weiß es also nicht. Das müssen Ökonomen beurteilen,“ erklärte Trump vor Journalisten. „Ich werde auch in die Entscheidung involviert sein.“
Netflix will das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers in einem gut 82 Milliarden Dollar schweren Deal kaufen. Die Unternehmen zeigten sich überzeugt, dass die Transaktion einer Prüfung durch Wettbewerbshüter standhalten wird. Zugleich planen sie bis zu eineinhalb Jahre für den Abschluss der Übernahme ein und Netflix verpflichtete sich, Warner eine Vertragsstrafe von 5,8 Milliarden Dollar zu zahlen, falls sie an den Kartellwächtern scheitern sollte.
Unterlegener Bieter ist der Hollywood-Rivale Paramount, der erst vor wenigen Monaten von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Software-Milliardärs Larry Ellison übernommen wurde. Medienberichten zufolge ging Paramount angesichts der guten Beziehungen zum Weißen Haus zuvor davon aus, sich durchsetzen zu können.
Paramount wollte – anders als Netflix – den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery kaufen, zu dem auch Fernsehsender wie CNN gehören. In dem von Netflix vorgeschlagenen Deal sollen die zu Warner Bros. gehörenden Sender in eine eigene Firma unter der Leitung von CNN übertragen werden.
Der Nachrichtensender, der oft kritisch über Trump berichtet, ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge. In den USA wurde vielfach spekuliert, das Weiße Haus könne deshalb an einem Erfolg der Ellison-Familie interessiert sein. Beim Paramount-Sender CBS gab es nach dem Kauf Änderungen in der Nachrichtenredaktion.
Trump erklärte, Netflix-Co-Chef Ted Sarandos habe ihn vergangene Woche im Weißen Haus besucht, um über die Übernahmepläne zu sprechen. Sarandos sei ein „fantastischer Typ“ und es gäbe wenige, die in Hollywood so viel erreicht hätten wie er. Bei dem Treffen seien sie sich einig gewesen, dass der Meistbietende gewinnen solle, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.










