Bad Bunny beim Super Bowl
Trump nennt Halbzeitshow-Show „absolut schrecklich“
09.02.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Latin-Star Bad Bunny nutzt den Halbzeitauftritt beim großen NFL-Finale für einen deutlichen politischen Kommentar. Donald Trump reagierte ungehalten.
Latin-Superstar Bad Bunny hat die Halbzeitpause des Super Bowls in eine riesige Tanzparty verwandelt und das größte Einzelsportereignis des Jahres in den USA für politische Botschaften genutzt. Der 31-Jährige aus Puerto Rico ließ während des Finales der nordamerikanischen Footballliga NFL zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots im kalifornischen Santa Clara Fahnenträger auftreten, die neben der Flagge der USA auch die von vielen anderen Ländern des Doppelkontinents Amerika präsentierten.
Außerdem hielt Bad Bunny einen Football mit der Aufschrift „Gemeinsam sind wir Amerika“ in die Kamera, sagte „God bless America“ (Gott segne Amerika) und zählte neben den USA zahlreiche lateinamerikanische Länder auf. Im Hintergrund leuchtete auf einer Leinwand der Schriftzug: „Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe.“
Bad Bunny ist als vehementer Gegner der Abschiebepolitik der US-Regierung bekannt und hatte seine jüngste Rede bei den Grammys auch für Kritik am radikalen Kurs von Präsident Donald Trump genutzt. Wie politisch aufgeladen sein Auftritt in der Super-Bowl-Pause war, zeigte sich auch darin, dass Trump die Show auf seiner Plattform Truth Social umgehend als „absolut schrecklich“ und eine der schlimmsten aller Zeiten niedermachte. Überhaupt werde die Show der „Großartigkeit Amerikas“ nicht gerecht, schrieb der Republikaner.
„Niemand versteht ein Wort von dem, was dieser Typ sagt, und die Tänze sind widerlich, insbesondere für kleine Kinder, die in den gesamten USA und auf der ganzen Welt zuschauen. Diese „Show“ ist einfach ein „Schlag ins Gesicht“ unseres Landes, das jeden Tag neue Maßstäbe und Rekorde setzt“, so der US-Präsident.
Bad Bunny hatte eine der aufwendigsten Halbzeitshows der Footballgeschichte zusammengestellt, die starke Bilder lieferte. Dazu hatte er ein regelrechtes Staraufgebot auf die Bühne geholt. Lady Gaga und Ricky Martin waren Teil der Show. Unter anderem waren auch der Schauspieler Pedro Pascal, Cardi B und Jessica Alba in Cameo-Auzftritten zu sehen. Auch die Boxer Emiliano Vargas und Xander Zayas traten auf.
Daneben waren fast ausschließlich Statisten mit hispanischem Migrationshintergrund zu sehen. Feldarbeiter beim Schneiden von Mais oder Zuckerrohr, einfache Berufe, von Friseuren über Imbissbetreiber bis zu kleinen Gemischtwarenläden, wurden szenisch dargestellt. Was Bad Bunny dort zu den treibenden, beschwingten Klängen seines lateinamerikanischen Pop bot, war hochpolitisch. Man konnte es als eindeutiges Statement gegen die aggressive Anti-Immigrationspolitik der Trump-Regierung lesen. Kein Wunder, dass Trump sich empörte.
Er sprach von einer „Beleidigung für die Größe Amerikas“. „Diese chaotische Halbzeitshow hat nichts Inspirierendes an sich und wird von den Fake-News-Medien großartig bewertet werden, weil sie keine Ahnung haben, was in der REALEN WELT vor sich geht“; so der 79-Jährige bei Truth Social.








