Ungepflegtes Urnengrab warf Fragen auf
Witwe von Jack White erklärt den Zustand seines Grabes
Aktualisiert am 05.03.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Verwelkte Blumen, kein Grabstein: Jack Whites letzte Ruhestätte wirkte auf Besucher offenbar trostlos. Jetzt hat seine Witwe zu dem Zustand Stellung genommen.
Ein kleines Urnengrab auf dem Friedhof in Berlin-Wilmersdorf, darauf verwelkte Blumen und ein verdorrter Kranz. So soll nach Schilderungen der „Bild“-Zeitung die letzte Ruhestätte Jack Whites ausgesehen haben. Wie die Zeitung berichtet, seien Passanten ob des Anblicks verwundert gewesen. Schließlich galt der Produzent von Hits wie „Looking For Freedom“ und „Schöne Maid“ nicht nur als Star der Musikbranche, sondern auch als sehr vermögend.
In einem Interview mit dem Blatt rechtfertigt sich jetzt Rafaella Nußbaum, die Witwe des am 16. Oktober 2025 Verstorbenen. Demnach wirke das Grab deshalb so ungepflegt, weil Frost, Eis und Schnee es bisher unmöglich gemacht hätten, die Ruhestätte zu bepflanzen und einen Grabstein zu setzen. Der sei aber bereits bestellt.
„Es wird ein weißer Marmorstein werden, darauf kommt ein Notenschlüssel und in Jacks Handschrift sein Name“, berichtet die 41-Jährige jetzt. Trotz allem, was sie nach dem Tod ihres Mannes erfahren habe, sehe sie die Grabpflege als ihre Aufgabe: „Ich empfinde es als meine Pflicht, als Jacks Witwe und Mutter seiner beiden jüngsten Kinder, mich um das Grab zu kümmern.“
Jack White war vergangenes Jahr tot in seiner Villa aufgefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass er sich das Leben genommen hatte. In seinem Testament hatte er verfügt, dass Rafaella Nußbaum allein über Ort und Gestaltung seiner Bestattung entscheiden dürfe. Die Beerdigung fand im kleinsten Kreis statt. Whites Kinder aus früheren Ehen erfuhren davon nach eigenen Angaben erst durch die Presse.
Laut Rafaella kümmere sich keines von Whites sieben Kindern aus vier Ehen um das Grab: „Es gibt ja noch Jacks Kinder aus seinen früheren Ehen, die sich um das Grab kümmern könnten. Das macht aber außer mir niemand.“ Vorwürfe erhebt sie besonders in Richtung von Whites Sohn Frank Nußbaum. Dieser täusche vor, ein enges Verhältnis zu seinem Vater gehabt zu haben: „Dem war so aber nicht. Sie hatten seit vielen Jahren gar keinen Kontakt mehr“, ist Rafaella Nußbaum überzeugt.
Frank Nußbaum räumt auf Anfrage der „Bild“-Zeitung ein, der Anblick der Grabstätte sei traurig und erklärte, er würde es gerne pflegen: „Obwohl mein Verhältnis zu meinem Vater ein sehr schwieriges war, würde ich mich gerne darum kümmern“, so der 60-Jährige. Doch er sehe sich dazu außerstande: „Ich kann leider nicht einfach hingehen und das Grab umgestalten lassen. Das würde seinem letzten Willen widersprechen.“
