„Die Reise geht weiter“

WM-Held macht langen Kampf gegen Krebs öffentlich


04.12.2025 – 21:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Shaka Hislop: Der Torwart nahm 2006 an der WM in Deutschland teil. (Quelle: imago)

Bei der WM 2006 erregte Shaka Hislop mit starken Leistungen Aufmerksamkeit. Jetzt hat der Ex-Profi über seine gesundheitlichen Probleme gesprochen.

Der ehemalige Premier-League-Torhüter Shaka Hislop ist an Prostatakrebs erkrankt. Das gab der 56-Jährige in einem Video auf Instagram bekannt. Demnach sei er vor anderthalb Jahren zu einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung gegangen. Bei einem PSA-Test, einem Bluttest zur Untersuchung der Prostata, sei der PSA-Wart dann erhöht gewesen. „Eine MRT-Untersuchung und eine Biopsie ergaben schnell, dass ich einen ziemlich aggressiven Prostatakrebs hatte“, so Hislop.

Die Folge: Der heutige TV-Experte unterzog sich Ende vergangenen Jahres einer radikalen Prostatektomie. „Ich dachte, das wäre es gewesen. Aber dann, sechs Monate später, stieg mein PSA-Wert erneut an, und eine weitere Untersuchung ergab, dass sich mein Prostatakrebs auf mein Beckenknochen ausgebreitet hatte.“

Kurz darauf habe er mit der Einnahme von Medikamenten begonnen, erklärte Hislop. Jüngst habe er eine mehr als sieben Wochen andauernde Strahlentherapie abgeschlossen. „Die Reise geht weiter“, betonte er.

Hislop appellierte zudem an Männer aus seiner eigenen Community, ihren PSA-Wert regelmäßig zu testen. Laut dem Institute of Cancer Research ist jeder vierte Mann mit schwarzafrikanischer oder karibischer Abstammung von Prostatakrebs betroffen. Bei weißen Männern ist es nur jeder Achte.

„Bitte lasst euch untersuchen. Kennt euren PSA-Wert und verfolgt dessen Vorgeschichte“, sagte Hislop. Prostakrebs sei heilbar. Es gebe Behandlungsmöglichkeiten. „Untersuchungen retten Leben. Sie haben meines gerettet.“ Zu sehen ist kurz darauf, wie Hislop im Krankenhaus eine Glocke läutet: ein Zeichen für den Abschluss seiner Krebsbehandlung.

In Deutschland wurde Hislop vor allem während der WM 2006 bekannt. Beim Turnier stand er für Debütant Trinidad und Tobago bei den ersten zwei Gruppenspielen zwischen den Pfosten. Insbesondere bei der ersten Partie gegen Schweden (0:0) zeigte Hislop eine herausragende Leistung, hielt den historischen Punktgewinn für den karibischen Inselstaat fest.

Share.
Exit mobile version