Strafzahlung verhängt
Römer empört: Tourist springt in Trevi-Brunnen
18.05.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Römer sind entsetzt, die Neuseeländer schämen sich. In Rom ist einer ihrer Landsleute in den Trevi-Brunnen gesprungen.
Mitten am Tag ist ein Tourist aus Neuseeland kopfüber in den weltberühmten Trevi-Brunnen gesprungen. Zahlreiche Anwesende filmten den Mann. Der 30-Jährige sprang bekleidet in das Wasser des barocken Wahrzeichens – und schwamm dort seelenruhig einige Bahnen, während rundherum entsetzte Besucher und Polizisten zusahen.
Videos des Vorfalls verbreiteten sich anschließend rasch in sozialen Netzwerken. In ihnen ist zu sehen, wie der Mann zunächst durch das Wasser treibt, dann aufsteht und durch den Brunnen watet. Kurz darauf taucht er erneut unter und macht sogar einige gemächliche Rückenschwimmzüge – trotz der lautstarken Aufforderungen der Polizei, den Brunnen sofort zu verlassen.
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Strafzahlung von 500 Euro verhängt
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Erst nach mehreren Minuten gelang es den Beamten, den Touristen aus dem Wasser zu holen. Gegen ihn wurde eine Geldstrafe von 500 Euro verhängt, berichtet die Tageszeitung „The New Zealand Herald“. Vielen Italienern geht das jedoch längst nicht weit genug.
In sozialen Netzwerken machten zahlreiche Italiener ihrem Ärger Luft. „500 Euro sind doch nur Kleingeld“, schrieb jemand in den Kommentaren eines Social-Media-Posts. „Bei 5.000 Euro würden Touristen vielleicht endlich über ihr Verhalten nachdenken.“ Andere Nutzer warfen Besuchern aus dem Ausland Respektlosigkeit gegenüber Italiens Kulturschätzen vor. Manche forderten sogar eine Festnahme des Mannes.
Aber auch die Neuseeländer halten das Verhalten für unerhört. Sie schreiben auf der Facebook-Seite des „The New Zealand Herald“: „Mann, hab etwas Respekt für andere Länder und Kulturen. Du wärst doch auch sauer, wenn jemand bei uns die Regeln nicht einhält.“ Ein anderer findet: „Werd erwachsen, Alter!“
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Sanierung wurde Ende 2024 abgeschlossen
Der Trevi-Brunnen zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Italiens und zieht jedes Jahr mehrere Millionen Besucher an. Das Meisterwerk (erbaut 1732 bis 1762) zeigt den Meeresgott Oceanus auf einem Muschelwagen. Weltbekannt ist der Brauch, Münzen über die Schulter zu werfen, um der Legende nach eine Rückkehr nach Rom zu sichern. Das Betreten des Beckens ist streng verboten. Erst vor rund einem Jahr war das historische Bauwerk aufwendig restauriert worden.
Immer wieder sorgen Touristen ausgerechnet am Trevi-Brunnen für Ärger. Bereits im vergangenen Sommer sprang ein Besucher vor den Augen Hunderter Menschen in den Brunnen und wurde wenig später von der Polizei abgeführt.









