Mei stammte aus einer Qualzucht
Tierpfleger nehmen Abschied von Hündin – und mahnen
19.03.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Hündin Mei musste leiden, weil sie aus einer Qualzucht stammte. Kurzzeitig sah es nach einem Happy End aus. Doch nun trafen die Tierpfleger eine schwierige Entscheidung.
Tierheim-Mitarbeiter sind Elend, Sorgen und Trauer gewohnt. Doch manche Situationen sind auch für sie besonders herausfordernd. Die Pfleger im Tierheim Süderstraße in Hamburg nehmen Abschied von Hündin Mei.
Die Shar-Pei-Hündin kam im vergangenen Jahr mit ihrem Bruder Rocky als Sicherstellungen in die Einrichtung. Beide Hunde waren in einem schlechten Zustand und hatten rassetypische Beschwerden. Unter anderem eine beidseitige Fehlstellung des Augenlids und stark gefaltete Ohren. Die Tierpfleger erklären, dass die chinesische Rasse Shar-Pei zu den Qualzuchten gehört, die mit gesundheitlichen Folgen einhergehen.
Die Geschwister litten auch an dem Shar-Pei-Fieber, das Fieberschübe und Entzündungsreaktionen verursacht. Rocky musste deshalb nach kurzer Zeit im Tierheim erlöst werden.
Doch Mei blühte trotz ihrer Einschränkungen im Tierheim auf, genoss Spaziergänge und Schmusereien. Es gab sogar Hoffnung, sie in ein neues Zuhause zu vermitteln. Doch dann bekam auch sie immer wieder Fieberschübe. Der letzte Schub begann mit Fieber, Appetitlosigkeit und schmerzhaften Gelenken. „Mei wurde umsorgt, weitere Medikamente wurden verschrieben – und für einen kurzen Moment schien es wieder besser zu werden, bevor das nächste Tief kam“, so die Tierpfleger. Die Krankheit ist chronisch und unheilbar.
Die Pfleger entschieden sich, Mei von ihrem Leid zu erlösen. Im Beisein ihres Bezugspflegers wurde sie vor wenigen Tagen eingeschläfert. „Wir werden uns immer an eine wunderbare, sanfte und eigenständige Hündin erinnern!“, heißt es abschließend.
