Rätselhafte Umstände
Gesuchter Verbrecher aus Deutschland ist offenbar tot
19.03.2026 – 09:10 UhrLesedauer: 2 Min.
In den sozialen Medien bekunden Weggefährten und Angehörige ihre Trauer. Offenbar lebt einer der meistgesuchten Rocker Deutschlands nicht mehr. Wurde er getötet?
Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge ist einer der meistgesuchten Rocker Deutschlands unter rätselhaften Umständen im Iran ums Leben gekommen. Nachdem Freunde und Angehörige von Erkan A. bereits seit Tagen im Internet ihre Trauer zum Ausdruck bringen, zitiert die Zeitung jetzt aus einem Schreiben der Polizei in der nordöstlich neben Teheran gelegenen Millionenstadt Karadsch.
„Die betreffende Person begab sich in ein medizinisches Zentrum, um einen Arzt oder Zahnarzt aufzusuchen, und wurde dort behandelt“, soll es darin über den ehemaligen Anführer der Kölner Hells Angels heißen. Einige Stunden später habe der 39-Jährige am vergangenen Sonntag einen Herzinfarkt erlitten und sei gestorben.
Ein natürlicher Tod wird allerdings laut „Bild“-Zeitung von deutschen Rockergefährten in Zweifel gezogen. Denn: Ein Freund von A., bei dem der Rocker im Iran untergekommen sein soll, ringt demnach ebenfalls mit dem Tod. Er soll Vergiftungssymptome wie Nierenversagen aufweisen. Unter Rockern kursiere deshalb der Verdacht, dass A. und sein Freund Opfer eines gezielten Giftanschlags geworden sein könnten.
A. soll einer der Schützen gewesen sein. Er floh in die Türkei und lebte dort jahrelang nahezu unbehelligt, während er weiter Aufträge für Anschläge in Köln erteilt haben soll.
Dann geriet er allerdings zunehmend unter Druck. Im Frühjahr 2025 wurde er in einem Restaurant in Istanbul von einem Maskierten angeschossen und schwer verletzt. Danach soll er im Iran untergetaucht sein. Eines seiner letzten Lebenszeichen von dort: Im Dezember erklärte er seinen Übertritt von den Hells Angels zu den Bandidos und spuckte in einem Video auf seine alte Kutte.
Verwandte und Freunde trauern nun. „Möge Gott dem Verstorbenen gnädig sein“, heißt es unter anderem in einer Traueranzeige bei Facebook, die am Tag nach dem mutmaßlichen Tod von A. erschien.
