„Il Luce“

Traineridol bricht zusammen und stirbt wenige Tage später

Aktualisiert am 07.04.2026 – 23:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Mircea Lucescu ist im Alter von 80 Jahren verstorben. (Quelle: John Sibley/Reuters)

Vor zwei Wochen stand Mircea Lucescu noch als Nationaltrainer Rumäniens am Spielfeldrand. Jetzt ist der Ex-Profi tot.

Große Trauer um Mircea Lucescu: Der rumänische Fußballer ist nach seinem in der vergangenen Woche erlittenen Herzinfarkt im Alter von 80 Jahren verstorben. Das teilte das Universitätskrankenhaus in Bukarest mit, wo der 80-Jährige behandelt worden war. Das Uni-Krankenhaus in der Hauptstadt Bukarest bestätigte den Tod des Fußballidols: „Möge Gott seiner Seele gnädig sein“, hieß es in einer Stellungnahme des Klinikums.

Der Präsident des rumänischen Fußballverbandes, Razvan Burleanu, sprach in einer Mitteilung von einem schwarzen Tag für Rumänien und den Weltfußball. „Mircea Lucescu war nicht nur Trainer, sondern ein Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen“, sagte Verbandspräsident Burleanu. In dem Nachruf, den die rumänische Nationalmannschaft auf ihrer Seite bei Instagram veröffentlichte, hieß es: „Er lehrte uns, dass Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern ein würdevoller Lebensstil. Uns bleiben die Erinnerungen, die Lebensweisheiten und die unverwechselbare Eleganz, mit der er jedes Stadion der Welt betrat.“

Auch Lucescus Ex-Klub Dinamo Bukarest trauerte. Dieser sei „ein Meilenstein für den rumänischen und den europäischen Fußball“ gewesen, hieß es in der Mitteilung des rumänischen Spitzenvereins. „Für Dinamo wird der Name Lucescu niemals nur ein Kapitel der Geschichte sein. Er wird ein Symbol bleiben. Ein Symbol für Leidenschaft, Opferbereitschaft und Spitzenleistung.“

Lucescus Gesundheitszustand hatte sich zuletzt rapide verschlechtert, nachdem er bei einem Training zusammengebrochen war. Wie rumänische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Krankenhauses berichteten, hatte er vor seiner geplanten Entlassung aus der Klinik am Karfreitag einen Herzinfarkt erlitten. Lucescu befand sich seit dem 29. März stationär im Universitätsklinikum. Dort waren schwere Herzrhythmusstörungen diagnostiziert worden.

Der frühere Offensivspieler hatte noch vor zwei Wochen als Nationaltrainer Rumäniens in der WM-Qualifikation gegen die Türkei (0:1) an der Seitenlinie gestanden. Erst am Donnerstag voriger Woche hatte der rumänische Fußballverband mitgeteilt, dass Lucescu sein Amt als Nationaltrainer abgibt. Allerdings war der Vertrag ohnehin am 31. März ausgelaufen.

Lucescu, genannt „Il Luce“, hatte die rumänische Nationalmannschaft zunächst von 1981 bis 1986 trainiert und sie 1984 zur EM geführt. Einer seiner Nachfolger war auch sein Sohn Razvan (2009 bis 2011). Als der Verband 2024 Lucescu erneut zum Chef machen wollte, zögerte der damals 79-Jährige nicht lange.

Danach folgten Stationen als Trainer bei Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk, Beşiktaş Istanbul, Zenit St. Petersburg und Dynamo Kiew. Im Sommer 2024 hatte er erneut die Nationalmannschaft übernommen. Unter seiner Leitung gelangen elf Siege und ein Unentschieden bei sechs Niederlagen.

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