Wegen hartem Foul

„Das geht mir auf den Sack“: Wieder Schiri-Ärger beim 1. FC Köln


15.03.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Trainer Lukas Kwasniok regt sich auf (Archivbild): Eine Schiedsrichterentscheidung im Spiel gegen den HSV ärgerte ihn. (Quelle: IMAGO/Fernando Soares)

Wieder Ärger um die Schiedsrichter: Der 1. FC Köln fühlt sich beim 1:1-Unentschieden gegen den HSV erneut benachteiligt. Dieses Mal, weil ein Hamburger nicht Rot sieht.

Vor einer Woche hatte der Kölner Jahmai Simpson-Pusey für eine ähnliche Szene mit nahezu identischem Trefferbild bei der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund nach einem Eingriff des Videoassistenten die Rote Karte gesehen. Mikelbrencis hingegen sah von Schiedsrichter Tobias Welz nicht einmal Gelb. Für Kwasniok und den FC ein Unding in einem der wichtigsten Spiele der Rückrunde.

„Es geht mir alles auf den Sack. So einfach ist es“, schimpfte Kwasniok hinterher. „Ich will weder vergangene Woche bei Jahmai, dass es eine Rote Karte ist, noch diese Woche bei William. Ich verstehe einfach nur nicht, dass es unterschiedlich bewertet wird. Ich kann und will nicht mehr nachvollziehen, warum es heute keine Rote Karte ist.“

Auch FC-Sportchef Thomas Kessler machte seinem Unmut nach der Partie Luft. „Ich bin keiner, der Rote Karten fordert. Aber er tritt ihm voll auf die Achillessehne. Es gab in dieser Saison schon Situationen, da hat der Schiedsrichter sich solche Situationen angesehen.“ Sky-Experte Lothar Matthäus erklärte: „In der letzten Woche waren wir in Köln, und da hat es dafür eine Rote Karte gegeben.“

Eine Rote Karte für Mikelbrencis hätte dem FC beim Stand von 0:0 die Chance gegeben, beim HSV mehr als eine Stunde lang in Überzahl zu spielen und einen im Abstiegskampf womöglich wichtigen Sieg einzufahren. So kam es anders. Fabio Vieira erzielte per Traumtor die zwischenzeitliche Führung für den HSV (39.), welche Saïd El Mala kurz vor der Pause per Kopf ausgleichen konnte (44.).

Doch der FC war auch mit anderen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns unzufrieden. Besonders ärgerlich: In der Nachspielzeit sah Sebastian Sebulonsen die fünfte Gelbe Karte und ist damit für das Derby gegen Borussia Mönchengladbach in der kommenden Woche gesperrt. Der Rechtsverteidiger hatte in der letzten Szene des Spiels Hamburgs Torhüter Daniel Heuer Fernandes daran gehindert, einen Abstoß schnell auszuführen.

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