Traditionsbrauerei aus Österreich

Stiegl schließt mehrere Standorte

30.06.2026 – 21:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein gefülltes Stiegl Weisse Weißbierglas: Die Brauerei will sich verändern. (Quelle: IMAGO/imago)

Stiegl, eine der ältesten Brauereien Europas, reagiert auf einen rückläufigen Absatz in der Gastronomie. Drei Logistikstandorte werden geschlossen oder veräußert.

Die 1492 gegründete Salzburger Privatbrauerei Stiegl baut ihre Logistik neu auf. Betroffen sind drei Standorte außerhalb Salzburgs: die Logistikzentren in Wörgl und Inzing (Tirol) sowie in Asten (Oberösterreich). Darüber berichten mehrere österreichische Medien übereinstimmend.

Nach den Berichten sollen die Standorte in Wörgl und Asten verkauft werden. Für den Standort Inzing ist demnach eine Vermietung vorgesehen. Die meisten Beschäftigten sollen von Logistikpartnern übernommen werden. Zudem seien Sozialpläne vorgesehen. Kündigungen könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden.

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Hauptstandort soll gestärkt werden

Als Grund für den Umbau nennt Stiegl den seit Jahren rückläufigen Absatz in der Gastronomie. Geschäftsführer Herbert Bauer hatte bereits im vergangenen Oktober angekündigt, auf die veränderte Marktlage reagieren zu wollen. „Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass wir für die Gastronomie-Belieferungen dauerhaft deutlich weniger Ressourcen benötigen“, wird Bauer von den „Salzburger Nachrichten“ zitiert. Teile der eigenen Logistik seien deshalb nicht mehr ausgelastet.

Der Umbau soll nach Unternehmensangaben zugleich den Hauptstandort in Salzburg stärken. Laut den Berichten plant Stiegl, bis 2030 einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in den Brauereistandort Salzburg zu investieren. Außerdem soll das Stiegl-Gut Wildshut als Forschungs- und Entwicklungszentrum ausgebaut werden.

Hintergrund der Maßnahmen ist die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Zwar produziert die Brauerei nach eigenen Angaben seit Jahren steigende Biermengen. Gleichzeitig verlagerte sich das Geschäft jedoch zunehmend von der Gastronomie in den Lebensmitteleinzelhandel, wo ein intensiver Preiswettbewerb herrscht. Für 2025 hatte Stiegl zuletzt einen Verlust von 5,2 Millionen Euro ausgewiesen, nach 3,8 Millionen Euro im Vorjahr.

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