Halberstädter Würstchen vor Aus
Traditionsbetrieb rutscht zum dritten Mal in die Insolvenz
Aktualisiert am 04.06.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Die ostdeutsche Traditionsmarke Halberstädter Würstchen steht zum dritten Mal vor dem Aus. Für die Beschäftigten hat das bittere Konsequenzen.
Der Betrieb der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik ruht bereits seit Wochenbeginn. Wie das Amtsgericht Magdeburg mitteilt, hat die Halberstädter Konserven GmbH erneut Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt.
Das Unternehmen hat eine mehr als 140 Jahre lange Tradition. Zu DDR-Zeiten befand sich der Betrieb in Volkseigentum, 1992 wurde er von der Unternehmerfamilie Nitsch übernommen. Die Produktpalette reicht von Fleisch- und Wurstkonserven über frische Produkte bis zu Suppen und Fertiggerichten. Doch das Unternehmen kam ins Schlingern. Auch der Einstieg einer Investorenfamilie brachte keine dauerhafte Rettung. Nun rutscht das Unternehmen zum dritten Mal in die Insolvenz.
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Für die rund 150 Beschäftigten ist die Nachricht besonders bitter. Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwaltung bekommen sie kein Insolvenzgeld. Demnach lehnt die Bundesagentur für Arbeit eine erneute Zahlung ab, da es sich nicht um ein neues Insolvenzereignis handelt und der frühere Insolvenzplan nicht erfüllt wurde.
Zuletzt hatte schon das Aus für den Traditionsbetrieb Eberswalder Würstchen die Branche aufgeschreckt. Jetzt droht in Halberstadt die Pleite.
Die traditionellen Halberstädter Würstchen sind kamingeräuchert und in einem speziellen Verfahren gereift. Laut Unternehmen können die Halberstädter Würstchen nur in Halberstadt hergestellt werden, es handele sich um eine geografisch geschützte Angabe.
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Verbraucherschützer hatten bereits gegen den nordrhein-westfälischen Tönnies-Konzern mobil gemacht. Er hatte die Eberswalder Würstchen weiter unter dem Traditionsnamen in Umlauf gebracht, obwohl die Fleischwaren nicht mehr in dem brandenburgischen Städtchen vor den Toren Berlins hergestellt werden.











