Aufruf der Bundesregierung

„Elefand“: Reisende sollten sich dringend in dieser Liste registrieren

02.03.2026 – 17:46 UhrLesedauer: 1 Min.

Wartende Passagiere am Flughafen: Deutsche im Nahen Osten sollen sich registrieren. (Quelle: Tyrone Siu)

Tausende Urlauber sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Der Tourismus-Koordinator der Bundesregierung empfiehlt deutschen Reisenden, sich beim Auswärtigen Amt zu registrieren.

Deutsche Reisende im Nahen Osten sollten sich nach Angaben des Tourismus-Koordinators der Bundesregierung, Christoph Ploß, in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts registrieren. So wisse das Ministerium, wer vor Ort ist, und könne gezielt über neue Entwicklungen informieren, sagte der CDU-Politiker.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen Luft- und Raketenangriffe auf Ziele im Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion. Infolge der Eskalation sitzen viele Reisende im Nahen Osten fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind aktuell rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen.

Die Bundesregierung beobachtet die Lage in der Region mit größter Aufmerksamkeit, sagte Ploß. „Das Auswärtige Amt und die betroffenen Auslandsvertretungen arbeiten rund um die Uhr, um deutsche Staatsangehörige in der Region zu unterstützen.“ Das Ministerium stehe zudem in engem Kontakt mit der Reiseindustrie, um das Krisenmanagement abzustimmen und Informationen auszutauschen.

Die Registrierung in der sogenannten Elefand-Liste (Elefand steht ausgeschrieben für Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) betreffe auch Reisende, die wegen der Sperrungen des Luftraums feststeckten. Zudem seien Betroffene aufgerufen, kommerzielle Ausreisemöglichkeiten zu prüfen und sich direkt bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu informieren, sagte Ploß. Das Auswärtige Amt habe außerdem eine Krisenhotline eingerichtet, auch auf den Internetseiten der deutschen Auslandsvertretungen stünden aktuelle Informationen bereit.

Share.
Exit mobile version