Top-Einkauf Xavi Simons, der den „Spurs“ sogar 65 Millionen Euro wert war, konnte nie an seine Glanzleistungen aus Zeiten bei RB Leipzig anknüpfen. Auch Ex-Bayern-Angreifer Mathys Tel und der frühere Frankfurter Torjäger Randal Kolo Muani floppten. Die ansonsten namhaft besetzte Mannschaft sollte zumindest auf dem Papier eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Es kam ganz anders.
„Nicht in einer Million Jahren“ hätte er geglaubt, dass sein Verein in dieser Saison in den Abstiegskampf geraten könnte, sagte Daniel Levy erst vor wenigen Wochen. Levy war von 2001 bis 2025 Eigentümer des Klubs, dabei wegen seiner Personalpolitik nicht immer unumstritten, erst im Herbst 2025 hatte sich der 64-Jährige als Klubpräsident zurückgezogen. Ein Szenario wie aktuell sei während seiner Amtszeit nie einkalkuliert gewesen, ergänzte er. „Der Abstieg war etwas, das wir nie in Betracht gezogen haben.“
De Zerbi ist Tottenhams dritter Trainer der Saison
Erst im vergangenen Sommer hatte Tottenham die Europa League gewonnen – ein Erfolg, der aber darüber hinwegtäuschte, dass auch 2024/25 schon der Abstieg nur knapp verhindert werden konnte, damals belegten die „Spurs“ nur Rang 17. In der nun endenden Folgesaison wurde es nicht besser – sondern noch turbulenter: Erst Ende März wurde der Italiener Roberto De Zerbi als bereits dritter Teammanager in dieser Saison eingestellt. Sein Vorgänger Igor Tudor war nach nur sieben Spielen entlassen worden. Die Londoner waren eigentlich mit dem letztlich glücklosen Thomas Frank in die Saison gegangen.
„Diesen Sonntag geht es für uns um Alles“, brachte De Zerbi den Ernst der Lage auf den Punkt. „Für uns, für unsere Zukunft, für unsere Fans, für unseren Klub, und wir müssen zusammen alles geben.“
West-Ham-Abstieg könnte Steuerzahler Geld kosten
Ein Abstieg West Hams könnte indes noch Folgen haben, die weit über den Fußballkosmos hinaus gehen und den Steuerzahler treffen. Grund dafür ist der Mietvertrag für das London Stadium, in dem die „Hammers“ seit 2016 seine Heimspiele austrägt.
Denn West Ham hat eine für 99 Jahre gültige Vereinbarung mit der Stadt London. Darin ist festgelegt, dass der Klub im Falle eines Abstiegs nur die Hälfte der Jahresmiete von umgerechnet rund fünf Millionen Euro bezahlen muss. Weitere kommerzielle Einnahmen des Stadions könnten sinken.
