Gefährliches Schauspiel
Tornado über Deutschlands größtem See
Aktualisiert am 02.07.2026 – 04:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Bange Minuten am Bodensee: Über das Wasser fegt ein gewaltiger Wirbelsturm – sein großer Rüssel taucht in den See.
Am Mittwoch hat sich ein großer Tornado über dem Bodensee gebildet. Mindestens 15 Minuten lang wirbelte der Sturm Wasser auf. Zahlreiche Menschen filmten und machten Fotos.
Die Wasserhose war am Mittag vor Friedrichshafen auf der deutschen Seite zu sehen und zog dann in Richtung Lindau ab. Die Windgeschwindigkeiten in dem Tornado seien schwer zu schätzen, sagte der Meteorologe Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Aber er gehe von 100 bis 150 Kilometern pro Stunde aus.
- Zigtausende Tote, immense Kosten: Nasa fürchtet: „ein Riesending“
- Gefahrenstufe 4: Heftige Unwetter fegen über die Schweiz
Erhöhte Tornado-Gefahr in diesen Regionen
Besonders sei, dass der Tornado so gut vom Ufer zu sehen gewesen sei, sagte der Meteorologe. Die Gewitterzelle, die für den Tornado gesorgt habe, habe sich mittlerweile aufgelöst.
Aber auch an anderen Orten könne Gefahr drohen: Aufgrund der allgemeinen Wetterlage könnten Tornados auch in Oberschwaben und im Allgäu auftreten. Bei einer Stärke wie jetzt auf dem Bodensee könnten dann etwa Bäume umgeknickt und Dächer abgedeckt werden, sagte Nerding.
Deutschlands tödlichster Tornado: Sieben Tote durch Wasserhose
Tornados über dem Wasser können sehr gefährlich werden – etwa, wenn sie Surfer oder Boote treffen. Der Tornado, der in Deutschland bisher die meisten Todesopfer forderte, war eine solche Wasserhose. Sie fegte im Juli 1901 über den Zeuthener See im Südosten Berlins und drehte ein Segelboot mehrfach im Kreis, bevor es kenterte. Drei Frauen und vier Kinder, die sich in der Kajüte befanden, ertranken. Die drei Männer, die während des Sturms an Deck geblieben waren, wurden aus dem Wasser gerettet.










