Verfehlungen in der Abramowitsch-Ära

Millionenstrafe und Transfersperre für den FC Chelsea

16.03.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 1 Min.

Der FC Chelsea wurde von der Premier League sanktioniert. (Archivbild) (Quelle: John Walton/PA Wire/dpa/dpa-bilder)

Nach dem Besitzerwechsel fallen beim FC Chelsea Unregelmäßigkeiten auf. Die Londoner zeigen sich bei der Premier League selbst an – und kassieren nun eine saftige Strafe.

Der FC Chelsea ist von der englischen Premier League mit einer hohen Geldstrafe belegt worden. Der Klub aus London muss umgerechnet rund 12,4 Millionen Euro (10,75 Millionen Pfund) zahlen.

Außerdem verhängte die Liga eine Transfersperre im Profibereich, die allerdings für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurde. Eine weitere Sperre betrifft den Nachwuchs: Für den Akademiebereich gilt ein Transferverbot von neun Monaten, das sofort in Kraft tritt. Chelsea akzeptierte die Strafe.

Nach Angaben der Premier League beziehen sich die Verstöße auf den Zeitraum zwischen 2011 und 2018. In dieser Phase gehörte der Klub noch dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch. Demnach wurden damals Zahlungen von Dritten, die mit dem Verein verbunden waren, an Spieler, nicht registrierte Berater sowie weitere Personen geleistet. Diese Zahlungen seien nicht offengelegt worden.

Die Premier League kam jedoch zu dem Schluss, dass der Verein selbst dann nicht gegen die „Profit and Sustainability Regulations (PSR)“, die einen Verlust von 105 Millionen Pfund (ca. 123 Millionen Euro) in drei Jahren erlauben, verstoßen hätte, wenn die Zahlungen ordnungsgemäß in den historischen Finanzberichten ausgewiesen worden wären.

Strafmildernd wirkte sich aus, dass Chelsea die Verstöße nach der Übernahme durch ein Konsortium um den US-Geschäftsmann Todd Boehly selbst gemeldet hatte.

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