Töten oder Auswildern?
Deswegen biss der Wolf vermutlich zu
01.04.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Wolfs-Angriff in Hamburg ist die Zukunft des Tieres weiter ungewiss. Auch die Tötung des Raubtiers ist eine Option.
Der Wolf, der am Montag eine Frau in Hamburg angegriffen hat, ist in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen untergebracht worden. Das meldete die Hamburger Umweltbehörde – und teilte ein Foto des Tiers, das es in einem Gehege zeigt. „Zum langfristigen Verbleib des Tiers laufen Gespräche“, erklärte ein Sprecher der Behörde.
In der Station soll das Tier nun beobachtet werden, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums Hannover. In der Zeit soll entschieden werden, was mit dem Tier im Folgenden geschieht. Eine Tötung eines gefangen genommenen Tieres wäre demnach ein Sonderfall. „Das wäre trotzdem womöglich eine Option, aber ich kann da nichts vorwegnehmen.“
Möglicherweise werde das Tier wieder freigelassen: „Auch eine Auswilderung wäre eine Option“, sagte der Sprecher. Mehrere Experten setzten sich für diese Option ein.
Im Video | Hier ist der Wolf wieder heimisch geworden
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Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, soll es sich bei dem Opfer um eine 60 Jahre alte Frau handeln. Am Dienstag hatte Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) bereits erklärt, dass die Frau im Universitätsklinikum Eppendorf behandelt wurde. Schon am Montagabend soll sie wieder nach Hause zurückgekehrt sein.
Der Sprecher der Umweltbehörde erklärte, dass das Tier am Montag vermutlich in eine Stresssituation geraten sei – eventuell durch ein anderes Tier oder durch ein Auto. In der Folge sei der Wolf losgerannt und habe sich in eine Einkaufspassage verirrt.
Einige Stunden später wurde der Wolf in der Binnenalster eingefangen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, hab das Einfangen des Tieres mehrere Stunden gedauert. Laut Umweltbehörde habe auch das Raubtier oberflächliche Verletzungen und Wunden davongetragen.
