Tödlicher Schnee in den Alpen
Mehrere Skigebiete müssen handeln
Aktualisiert am 18.02.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.
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Der Winter hat den Alpenraum fest im Griff. Tagelange Schneefälle und die hohe Lawinengefahr haben spürbare Folgen für die Skigebiete.
Zahlreiche Skigebiete in der Schweiz sowie in Teilen Österreichs haben ihren Betrieb am Mittwoch stark eingeschränkt. Auf ihren Webseiten verweisen die Betreiber auf die hohe Lawinengefahr. In den vergangenen Tagen kam es in Skiorten bereits zu mehreren Todesfällen.
Am Mittwoch wird das Skigebiet zwar wieder öffnen, doch zahlreiche Pisten bleiben geschlossen, wie der Betreiber mitteilte. Laut dem Lawinenwarndienst herrscht in großen Teilen Tirols Warnstufe vier von fünf. Abseits gesicherter Pisten sei die Situation gefährlich, warnten die Experten.
Ähnlich ist die Situation auch in der Schweiz. Am Dienstag galt vielerorts bereits die höchste Warnstufe fünf. Am Mittwoch wurde sie zwar auf Stufe vier herabgesetzt, allerdings seien „spontane und oft auch sehr große Lawinen wahrscheinlich“, erklärte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie.
In den Walliser Skigebieten Les 4 Vallées, Zermatt und Saas Fee bleiben zur Wochenmitte deshalb viele Lifte und Pisten geschlossen. In Saas Fee etwa sind nach Informationen des Betreibers nur elf von insgesamt 141 Pistenkilometern befahrbar. Es fänden Sicherheitssprengungen statt. Mithilfe dieser Sprengungen können laut dem Lawinenwarndienst Bayern Lawinen, die abzugehen drohen, künstlich und kontrolliert ausgelöst werden.
Während in Österreich erst am Donnerstag mit neuen Schneefällen zu rechnen ist, werden in der Schweiz bereits am Mittwoch neue Niederschläge erwartet, berichtet der SRF. Einige Regionen trifft das hart, denn bereits jetzt sind wegen des vielen Schnees einige Straßen für den Verkehr gesperrt. Zeitweise mussten auch Zugverbindungen unterbrochen werden.
Im Kanton Wallis habe es durch das Schneechaos bereits Probleme mit der Lebensmittelversorgung gegeben, berichtete das Schweizer Portal „20 Minuten“. In den Supermärkten sei es deshalb zu Hamsterkäufen und leeren Regalen gekommen.
