Mordanklage erhoben

Tödliche Kopfschüsse an Bahnsteig 9 – Prozess startet

19.02.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 1 Min.

Polizeibeamte am Tatort (Archivbild): Der Vorfall ereignete sich mitten im Frankfurter Hauptbahnhof. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

Im August 2024 wird ein 27-Jähriger im Frankfurter Hauptbahnhof erschossen. Nun startet der aufwendige Mordprozess gegen die mutmaßlichen Täter.

Rund eineinhalb Jahre nach den tödlichen Schüssen am Bahnsteig 9 des Frankfurter Hauptbahnhofs beginnt an diesem Freitag (9.30 Uhr) der Mordprozess gegen acht Angeklagte im Alter von 22 bis 56 Jahren. Vor dem zuständigen Landgericht müssen sie sich wegen der Tat vom 20. August 2024 verantworten, bei der ein 27-Jähriger aus kurzer Distanz erschossen wurde.

Laut Anklage soll der älteste Beschuldigte dem Opfer von hinten in den Hinterkopf geschossen haben. Als der Mann zu Boden fiel, habe er ihm noch zweimal in den Kopf geschossen, die Waffe weggeworfen und sei geflüchtet, heißt es. Bundespolizisten fassten ihn wenige Meter vom Tatort entfernt. Der Bahnhof wurde für rund 25 Minuten für den Zugverkehr und Reisende gesperrt.

Als mögliches Motiv gilt eine seit Jahren schwelende Familienfehde in der Türkei. In diesem Zusammenhang sollen zuvor der Vater des Opfers sowie ein Neffe des mutmaßlichen Schützen getötet worden sein. Die Angeklagten sollen sich daraufhin zur Blutrache entschlossen haben.

Die weiteren Verdächtigen wurden in den Monaten nach der Tat festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Sie haben jeweils die deutsche oder türkische Staatsbürgerschaft. Die Schwurgerichtskammer hat bislang Verhandlungstermine bis Juli angesetzt.

Share.
Exit mobile version