DFB-Pokal-Achtelfinale
Pokaltraum geplatzt: BVB verzweifelt an Leverkusen
Aktualisiert am 02.12.2025 – 23:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Dortmund verläuft das Topspiel gegen die „Werkself“ unglücklich – dabei profitiert der BVB auch von einer Entscheidung. Ein Toptalent wird zum Matchwinner
Der Traum vom nächsten DFB-Pokalsieg nach 2021 ist für Borussia Dortmund jäh geplatzt. Im Achtelfinal-Topspiel gegen Bundesliga-Rivale Bayer Leverkusen verlor der BVB im eigenen Stadion denkbar knapp mit 0:1 (0:1) und ist damit drei Runden vor dem Finale ausgeschieden. Die wohl einzige realistische Titelhoffnung für die „Schwarz-Gelben“ ist damit vergeben.
Ibrahim Maza (34.) erzielte am Dienstagabend das Tor des Tages für die Gäste, die sich damit auch für die 1:2-Niederlage am vergangenen Bundesliga-Wochenende revanchieren konnten. Dortmund blieb über die gesamte Partie offensiv zu verhalten, hatte dazu auch Glück, dass ein weiterer Leverkusener Treffer von Martin Terrier wegen einer knappen Abseitsstellung vom VAR einkassiert wurde (60.).
Dabei hatte BVB-Sportchef Lars Ricken bei der Mitgliederversammlung neun Tage zuvor den DFB-Pokalsieg als Abschiedsgeschenk für den langjährigen Clubchef Hans-Joachim Watzke gefordert. Darauf hatte das Team von Trainer Niko Kovač scheinbar keine Lust. Anders ist der lange Zeit seltsam blutleere Auftritt kaum zu erklären. Zunächst ohne Stürmer Guirassy, der nach seinem verweigerten Handschlag für den Trainer am Samstag diesmal lange auf der Bank saß, wirkte das Angriffsspiel der Dortmunder umständlich und unglücklich.
Für Guirassy spielte diesmal Neuzugang Fábio Silva von Beginn an, nutzte seine Chance aber nicht. Der seit Wochen wie ein Fremdkörper im BVB-Spiel wirkende Guirassy war nach einer erneut schwachen Leistung und seiner vorzeitigen Auswechslung in Leverkusen wortlos an Kovač vorbeigegangen und hatte seine Handschuhe weggeworfen.
„Es werden viele spekulieren, aber ich will gleich mal den Wind aus den Segeln nehmen“, sagte Kovač vor dem Spiel bei Sky zu der brisanten Personalie. „Das hat überhaupt nichts mit der Vorgeschichte zu tun, er hat im Pokal in Frankfurt auch nicht von Anfang an gespielt. Das hat nichts mit dem letzten Spiel zu tun. Wir wollen ein bisschen Frische reinbringen.“
Tatsächlich sahen die 81.365 Zuschauer vor allem Behäbigkeit und Fehlpässe en masse. Wie schon in der Bundesliga am Samstag war die erste Halbzeit langweilig und auf überschaubarem Niveau. Der einzig toll heraus gespielte Angriff endete im Führungstor für die Gäste. Shootingstar Maza schloss eine Leverkusener Kombination aus der Bedrängung am eigenen Strafraum heraus gekonnt ab. Erst danach kamen auch die Dortmunder zu Chancen. Alleine Karim Adeyemi vergab zwei Möglichkeiten (40. und 42.).










