Spätakne

Warum manche Menschen die fiesen Pusteln einfach nicht loswerden


Aktualisiert am 31.03.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Akne entsteht, wenn die männlichen Hormone (Androgene) überhandnehmen. Sie regen die Talgdrüsen an, vermehrt Hautfett zu bilden. (Quelle: studiokovac/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Reine Haut nach der Pubertät? Nicht bei jedem. Viele Menschen haben auch als Erwachsene mit unreiner Haut zu kämpfen. Warum das so ist und was hilft.

Mitesser, Pickel und fettige Haut sind kein reines Jugendthema. Viele Menschen plagt unreine Haut auch im Erwachsenenalter. Genetische und hormonelle Einflüsse spielen bei der sogenannten Spätakne eine bedeutende Rolle. Was gegen die unschönen Pusteln im Gesicht hilft.

Warum Akne als Erwachsener?

Manche Menschen haben von Natur aus eher fettige und unreine Haut. Dann ist die Talgproduktion auch im späteren Alter noch erhöht. Hormonelle Einflüsse wirken ebenfalls auf die Talgbildung ein. Daher sind im Erwachsenenalter vor allem Frauen von Spätakne, auch Erwachsenenakne oder Acne tarda genannt, betroffen.

Zu hormonellen Schwankungen kommt es zum Beispiel durch hormonelle Verhütungsmittel, den weiblichen Zyklus, während der Schwangerschaft, nach der Geburt und in den Wechseljahren. Auch Frauen, welche hormonelle Verhütungsmittel absetzen, können unreine Haut entwickeln. Bei Spätakne bilden sich die Pickel häufig am Kinn, an den Wangen und am Hals. Doch auch die Stirn, der Rücken und das Dekolleté können betroffen sein.

Wie die fiesen Pusteln entstehen

Eine gesteigerte Talgproduktion allein führt noch nicht zu unreiner Haut und Akne. Problematisch wird es in Kombination mit einer Verhornungsstörung. Am Ausgang der Talgdrüsen bildet sich eine Hornschicht. Als Folge kann der Talg nicht mehr richtig abfließen. Die Poren verstopfen und Mitesser (Komedonen) entstehen.

In den gefüllten Poren fühlen sich Aknebakterien wohl. Sie vermehren sich und Entzündungsprozesse entstehen. Diese werden als Pickel und eitrige Pusteln sichtbar. Eiter bildet sich, wenn die weißen Blutkörperchen versuchen, die Bakterien abzutöten. Der Schweregrad von unreiner Haut reicht von leichten Mitessern bis zu schweren entzündlichen Akneformen mit Narbenbildung.

Was der Haut zusätzlich zusetzt

Wird die anfällige Haut zusätzlich belastet, kann sich das Hautbild verschlechtern. Viele Betroffene berichten von einer Zunahme der Pickel in Stressphasen. Alkohol und Rauchen sind ebenfalls Hautfeinde. Sie können Entzündungsprozesse anheizen und die Regenerationsfähigkeit der Haut beeinträchtigen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente sowie bestimmte Kosmetika, etwa porenverstopfendes Make-up, können unter Umständen unreine Haut im späteren Lebensalter begünstigen.

Acne tarda: Ein Blick auf die Ernährung lohnt sich

Der Blick auf die Ernährung lohnt sich ebenfalls: Während eine gesunde Ernährung die Haut mit wichtigen Nährstoffen versorgt und das Hautbild unterstützt, berichten Betroffene immer wieder, dass Zucker, Weißmehl, Fleisch, stark verarbeitete Lebensmittel, Kaffee oder Milchprodukte ihr Hautbild verschlechtern. Betroffene merken meist schnell, was ihrer Haut nicht guttut. Dann kann es einen Versuch wert sein, die in Verdacht stehenden Nahrungsmittel zu reduzieren.

Mit schlechter Haut eine dermatologische Praxis aufsuchen

Leichte Hautunreinheiten lassen sich häufig mit frei verkäuflichen Reinigungs- und Pflegeprodukten für unreine Haut verbessern. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören unter anderem Benzoylperoxid, Salicylsäure, Niacinamid, Azelainsäure und Retinol. Bei mittelschwerer und schwerer Akne ist eine ärztliche Behandlung empfohlen. Dann braucht es höher dosierte Präparate.

Das Ziel der Aknetherapie ist es, die Talgproduktion zu reduzieren, die Poren zu öffnen und die Bakterienbildung einzudämmen. In besonders schweren Fällen kann die Anwendung eines Antibiotikums oder die Einnahme von Hormonpräparaten erwogen werden. Ebenso ist die dermatologische Untersuchung empfehlenswert, um mögliche andere Ursachen für die Pusteln auszuschließen, etwa eine Allergie oder eine Pilzinfektion der Haut, etwa eine Malassezia-Follikulitis.

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