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Home » Tinnitus kann auf Bluthochdruck hinweisen
Gesundheit

Tinnitus kann auf Bluthochdruck hinweisen

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 7, 2026
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Tinnitus kann auf Bluthochdruck hinweisen

Ohrgeräusche ernst nehmen

Tinnitus kann auf diese Krankheiten hinweisen


Aktualisiert am 07.05.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 3 Min.

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Hoher Blutdruck kann auch zu Ohrgeräuschen führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

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Ohrgeräusche können viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal liegt eine ernste Erkrankung zugrunde. Was Betroffene wissen müssen.

Tinnitus ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das auf verschiedene körperliche und psychische Ursachen hindeuten kann. Tinnitus sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden – auch, um das Risiko einer Chronifizierung zu senken. Welche Krankheiten mit Tinnitus in Zusammenhang stehen können.

Was ist Tinnitus?

Tinnitus-Betroffene nehmen Geräusche in ihrem Ohr wahr. Das kann beispielsweise ein Rauschen, Klingeln, Piepen oder Brummen sein. Während der objektive Tinnitus vom Arzt im Rahmen einer Untersuchung gehört werden kann, ist der subjektive Tinnitus nur für den Patienten selbst wahrnehmbar. Wird aus einem akuten Tinnitus ein chronischer Tinnitus, ist der Leidensdruck der Betroffenen oft sehr hoch.

Laut der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. hat in Deutschland etwa ein Viertel der Menschen bereits einmal ein Ohrgeräusch wahrgenommen. Etwa 250.000 Deutsche bekommen jährlich einen chronischen Tinnitus. Rund 1,5 Millionen Menschen hierzulande leiden den Experten zufolge sehr unter ihren Ohrgeräuschen.

Welche Krankheiten stehen in Zusammenhang mit Tinnitus?

Ein Tinnitus kann verschiedene Auslöser haben. Der subjektive Tinnitus tritt häufiger auf als der objektive Tinnitus. Beim objektiven Tinnitus wird die zugrundeliegende Ursache behandelt. Beim subjektiven Tinnitus ohne erkennbare Ursache ist im ersten Schritt eine umgehende Glucocorticoidtherapie das Mittel der Wahl, insbesondere dann, wenn zusätzlich eine Hörminderung besteht. Parallel zur Akuttherapie leitet der behandelnde Arzt oder die Ärztin eine Diagnostik ein. Diese kann aufgrund der vielen möglichen Ursachen vonseiten der Betroffenen viel Geduld erfordern.

Mögliche Ursachen von objektivem Tinnitus

Zu den möglichen Ursachen von objektivem Tinnitus gehören beispielsweise:

  • Glomustumor: Ein meist gutartiger, gefäßreicher Tumor in der Nähe des Ohrs, der stark durchblutet ist. Der Blutfluss wird von Betroffenen häufig als Rauschen oder rhythmisches, pulssynchrones Pochen wahrgenommen.
  • Verengung der Halsschlagader: Sind Blutgefäße verändert oder verengt, können Strömungsgeräusche entstehen, die im Ohr als pulssynchrones Rauschen hörbar sind.
  • Muskelzuckungen im Ohr: Kleine Muskeln im Mittelohr oder Muskeln im Gaumen können unter Umständen unkontrolliert kontrahieren. Diese Muskelkontraktionen erzeugen Geräusche, die als Klicken oder Schmatzen wahrnehmbar sind.
  • Spontane otoakustische Emissionen: Das gesunde Ohr funktioniert nicht nur als Empfänger, sondern kann auch selbst schwache Töne erzeugen. Normalerweise sind diese so leise, dass sie nicht wahrnehmbar sind. In seltenen Fällen können Menschen sie als Ohrgeräusch hören.

Mögliche Ursachen von subjektivem Tinnitus

Zu den möglichen Ursachen von subjektivem Tinnitus gehören unter anderem:

  • Beeinträchtigungen des Hörsystems: Beispielsweise kann Ohrenschmalz oder ein Fremdkörper den Gehörgang verstopfen und das Hören verändern. Entzündungen im Ohr, etwa eine Mittelohrentzündung, können Schwellungen verursachen, die Ohrgeräusche verursachen. Auch ist es möglich, dass sich Sekret hinter dem Trommelfell befindet, etwa aufgrund eines Paukenergusses.
  • Schädigungen des Hörorgans: Dazu gehören unter anderem Lärm- oder Knallschäden (Konzert, Silvester, Arbeitsplatz) und Altersschwerhörigkeit. Auch Medikamente können das Innenohr schädigen, etwa bestimmte Antibiotika oder Entwässerungstabletten. Ein verletztes Trommelfell, ein Hörsturz sowie Morbus Menière können ebenfalls die Ursache sein.
  • Ursachen außerhalb des peripheren Hörorgans: Dazu gehören etwa Tumoren wie ein Hirntumor, Operationen am Gehirn sowie Kopfverletzungen wie ein Schädel-Hirn-Trauma.
  • (Systemische) Erkrankungen: Dazu zählen unter anderem Bluthochdruck oder ein zu niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Multiple Sklerose, Schilddrüsenerkrankungen, Probleme mit der Halswirbelsäule sowie Kiefergelenkstörungen, zum Beispiel durch Zähneknirschen.
  • Psychische Ursachen: Beispielsweise können starker Stress, Angsterkrankungen, Depressionen sowie schwere psychische Erkrankungen, etwa Schizophrenie mit akustischen Halluzinationen, Tinnitus auslösen. Andersherum ist es möglich, dass Tinnitus von Betroffenen als so belastend erlebt wird, dass sie eine psychische Erkrankung wie eine Depression entwickeln.
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Kann Tinnitus auf einen Schlaganfall hindeuten?

Manche Betroffene haben die Sorge, dass ein plötzlich auftretender Tinnitus ein Anzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall ist. Die Deutsche Tinnitus-Liga verneint das. Generell beruhigen die Experten: Tinnitus sei ein Symptom, das von Betroffenen oft als bedrohlich erlebt werde, das aber nur in seltenen Fällen mit einer ernsthaften gesundheitlichen Bedrohung in Verbindung stehe. Dennoch sollten Betroffene keine Zeit verlieren und die Ohrgeräusche ärztlich abklären lassen.

Tinnitus rasch untersuchen lassen

Die Spontanheilungsrate bei akutem Tinnitus liegt den Experten zufolge zwar bei etwa 70 Prozent – dennoch sollte bei erstmals auftretendem Tinnitus keine Zeit verloren gehen. Die erste Anlaufstelle bei neuen Ohrgeräuschen ist der Hausarzt oder die Hausärztin oder eine HNO-Praxis. Je schneller zielgerichtet behandelt werden kann, desto eher lässt sich einer Chronifizierung entgegenwirken. Bis zu einer Dauer von drei Monaten sprechen Fachleute von „akutem Tinnitus“. Ein Ohrgeräusch, das seit länger als drei Monaten besteht, wird als „chronischer Tinnitus“ bezeichnet.

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