Ex-Leverkusener
„Perlentaucher“ könnte bald Transfers beim FC tätigen
Aktualisiert am 10.03.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach einem neuen Kaderplaner offenbar fündig geworden. Der frühere Leverkusener Tim Steidten gilt als Top-Kandidat.
In der Fußballbranche hat er den Spitznamen „Perlentaucher“. Tim Steidten gilt als Experte für Transfers mit immenser Wertsteigerung. Als Kadermanager von Bayer Leverkusen wirkte der gebürtige Bremer beispielsweise an den Verpflichtungen von Jeremie Frimpong und Piero Hincapie mit, die dem Werksclub ein Plus von 75 Millionen Euro beschert haben. Künftig könnte der 1. FC Köln von Steidtens Expertise profitieren.
Unter dem neuen Geschäftsführer Thomas Kessler wollen sich die Geißböcke in der sportlichen Leitung breiter aufstellen. Neben dem Technischen Direktor Lukas Berg, der als Schnittstelle zum Nachwuchs fungiert und sich administrativen Themen widmet, soll auch ein Kaderplaner an Kesslers Seite arbeiten. Steidten gilt als aussichtsreicher Kandidat für diesen Posten.
Laut „Sky“ laufen die Gespräche zwischen den Kölnern und dem 46-Jährigen. Steidten, der zuletzt als Technischer Direktor für West Ham United (Juli 2023 bis Februar 2025) tätig war, soll bereits Anfragen aus der Premier League sowie aus Saudi-Arabien abgesagt haben, da er unbedingt zurück in die Bundesliga möchte.
Gegenüber der „Deichstube“ erklärte Steidten im Januar: „Mein Plan ist es, spätestens im Sommer eine neue Aufgabe zu haben. Da in der Kaderplanung häufig bereits im Frühjahr wichtige Phasen für den Sommer anstehen, ergibt es Sinn, relativ zeitnah wieder einzusteigen.“ Sein Ziel sei es „in den nächsten vier bis acht Wochen“ loszulegen – was zu einem baldigen Engagement beim FC passen würde.
Kessler hatte bereits vor seiner Beförderung zum Geschäftsführer angekündigt, die Struktur in der sportlichen Leitung umbauen zu wollen, und dies zu einem zentralen Punkt in den Verhandlungen mit dem Vereinsvorstand gemacht. „Für mich ist es wichtig, wenn ich das Commitment gebe, in den nächsten Jahren aus der Geschäftsführung heraus Verantwortung zu übernehmen, dass das zu Bedingungen ist, wie ich mir das vorstelle“, erklärte er im Dezember im „Doppelpass“.
Sein Vorgänger Christian Keller hatte verschiedene Bereichsleiter-Posten geschaffen, die allesamt an ihn zu berichten hatten. „Ich habe eine Struktur geerbt, die nicht von mir entwickelt wurde“, betonte Kessler, der keine One-Man-Show möchte, sondern wieder eine Direktorenebene einführt.
Steidten könnte dabei künftig zwischen Sportboss Kessler und Chefscout Gabor Ruhr arbeiten. Es wäre eine Rückkehr an den Rhein: Von 2019 bis 2023 war der Transferexperte als Leiter der Scoutingabteilung und Kadermanager für Bayer Leverkusen tätig. Zuvor hatte er elf Jahre lang verschiedene Funktionen bei seinem Heimatverein Werder Bremen inne. Der „Kicker“ nennt als Kandidaten für den Posten des Kölner Kaderplaners neben Steidten auch Markus Pilawa, den ehemaligen Chefscout des FC Bayern München.










