Zu Gast im Podcast
Tim Mälzer wird nachdenklich: „Ich muss den Platz räumen“
16.07.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Tim Mälzer war bei Barbara Schöneberger zu Gast. Im Podcast wird der Spitzenkoch überraschend nachdenklich – und verrät, wovor er sich am liebsten zurückzieht.
Es beginnt mit einem Gag über Straßen und Sackgassen – und wird schnell ernster: Tim Mälzer war im Podcast von Barbara Schöneberger zu Gast Der TV-Koch nutzt die neue Folge von „Mit den Waffeln einer Frau“ für ungewohnt offene Töne. Dabei spricht er über das Älterwerden, den Rückzug aus der Öffentlichkeit und die Frage, wann für ihn der richtige Moment zum Loslassen gekommen ist.
Ins Gespräch gebracht hat sich der 55-Jährige nach eigener Darstellung mit einem Bewerbungsvideo in reichlich knapper Garderobe. Zwischen Themen wie rohen Tomaten, Ravioli aus der Dose und Gartenwerkzeug findet Mälzer aber auch nachdenkliche Sätze: „Ich gehöre jetzt zu der Generation, die langsam eben auch mal den Platz räumen muss. Und als ich das für mich entdeckt hab, war das wieder wahnsinnig befreiend.“
Tim Mälzers halbes Jahr ohne Meinung
Wie lange man im Fernsehen relevant bleibt und wann der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist – mit diesen Fragen habe er sich zuletzt intensiv beschäftigt, so Mälzer. Im vergangenen Jahr zog er daraus eine Konsequenz und legte eine halbjährige Medienpause ein. Diese Zeit habe er genossen: einmal keine Meinung haben zu müssen und nicht permanent über eigene Auftritte und Aussagen nachzudenken.
Gewachsen sei in dieser Phase auch sein Bedürfnis nach Privatsphäre. Sein Wunsch nach mehr Komfort, so seine Erkenntnis, hänge oft damit zusammen, in bestimmten Momenten schlicht unsichtbar sein zu wollen.
Tim Mälzer nutzt separaten Service am Flughafen
Konkret werde das etwa am Hamburger Flughafen, wo er gelegentlich einen gesonderten Service mit eigenem Wartebereich und direktem Transfer zur Maschine in Anspruch nehme. Ein wenig absurd findet er das selbst – mit 55 Jahren könne er ja eigentlich noch unbetreut reisen.
Seinen wichtigsten Rückzugsort verortet Mälzer allerdings nicht am Flughafen, sondern in seinem Restaurant mitten in Hamburg. „Mein Restaurant ist mein Safe Space“, sagt der Koch. „Hier weiß ich: das kann ich, das kann ich nicht. Da fühle ich mich komplett sicher.“
Schöneberger vermisst die alten Talkshows
Neben Kuhfellhosen, missglückten Gemüsebeeten und der Feststellung, dass Selbstversorgung überschätzt sei, kommt auch die Gastgeberin ins Grübeln. Barbara Schöneberger räumt ein, die alten, „lustigen“ Sendungen zu vermissen, in denen man einfach über Gott und die Welt plaudern konnte: „Früher gab es ‚Genial Daneben‘, dann ging man zu Lanz, erzählte da, dass man eine neue Platte gemacht hat, dann ging man zu Kerner, ‚Zimmer frei!‘, dann war man bei Harald Schmidt – das gibt es ja alles nicht mehr!“
